„Ich hoffe, dass wir da eine gute Unterstützung haben und die Mannschaft angefeuert wird“, blickt SGB-Coach Alfred Kaminski dem ersten Saisonheimspiel seiner Elf gespannt entgegen und hofft auf zahlreiche Besucher in Lehnerz. Ebenso hofft der 54-Jährige aber auf Zählbares, nachdem es am vergangenen Wochenende beim Derby in Hünfeld die erste Niederlage setzte. „Wir freuen uns auf das Spiel. Es gibt Punkte zu verteilen und wir wollen etwas davon abhaben“, macht Kaminski deutlich.
Doch die Partie dürfte für die Barockstädter alles andere als ein Spaziergang werden, schließlich gehört der FSC Lohfelden zu den etablieren Hessenliga-Teams. Ihr bestes Jahr hatten die Nordhessen in der Saison 2015/16, als am Ende Rang vier und 57 Punkte zu Buche standen – nur zwei weniger als der TSV Lehnerz, der Dritter wurde. In der laufenden Saison holte Lohfelden bisher ebenso wie die SGB drei Zähler, auf die 0:2-Derbyniederlage zum Auftakt gegen den KSV Hessen Kassel folge am Sonntag der 3:2-Erfolg gegen Hadamar, bei dem Kaminski sich selbst ein Bild vom kommenden Gegner machte. „Sie haben nicht unverdient nach 65 Minuten mit 3:0 geführt. Die eine oder andere Chance war da, um das Ergebnis noch höher zu gestalten. Aber dann haben sie nachgelassen.“ Vorsicht geboten ist besonders bei Okan Gül: Der 26-Jährige erzielte am Wochenende zwei Treffer und fiel Kaminski neben der kompakten Defensive des FSC auf: „Er ist ein schneller und beweglicher Spieler mit Zug zum Tor.“
Keine allzu guten Erinnerungen dürften die ehemaligen Spieler des TSV Lehnerz um Patrick Broschke und Co. an den FSC Lohfelden haben: Am letzten Spieltag der Vorsaison verspielten die Lehnerzer bei den Nordhessen mit einem 3:3 den zweiten Platz und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation, in der später Bayern Alzenau scheitern sollte. Vor Ort war Ende Mai auch Kaminski, der aber glaubt, dass die Partie keine Rolle mehr spielen wird: „Ich denke, die Köpfe sind frei. Wichtig ist, dass wir alles in die Waagschale werfen.“
Wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist Benjamin Trümner, der nach seiner Sperre aus Mainzer Zeiten am Wochenende spielberechtigt wäre. Allerdings steht hinter dem Einsatz des Neuzugangs wegen Wadenproblemen noch ein Fragezeichen. Kevin Hillmann wird wohl ebenfalls in dieser Woche wieder trainieren können, die Langzeitverletzten Marcel Trägler und Dominik Rummel fallen dagegen weiterhin aus. Die Schwellung bei Dennis Müller (Syndesmosebandanriss) ist indes deutlich zurückgegangen, allerdings ist Jan-Niklas Jordan, der sich beim Spiel der zweiten Mannschaft gegen Schwalmstadt leicht verletzte, noch fraglich.
Nicht mehr zum Kader der ersten Mannschaft gehören wird unterdessen Alexander Reith, wie Kaminski auf Nachfrage bestätigen kann: „Wir haben uns grundsätzlich für eine andere Besetzung auf den Positionen entschieden“, begründet der Coach, der Spieler wie Leon Pomnitz oder Jan-Niklas Jordan aktuell stärker einschätzt.
