Petersberg – Festspielstadt Bad Hersfeld (Freitag; 19 Uhr)
Den Saisonauftakt bei der SG Schlitzerland hatte sich der RSV anders vorgestellt. Nach der 2:3-Pleite sollen nun gegen den nächsten Neuling die ersten Punkte auf das Konto des Verbandsliga-Absteigers wandern. „Wir haben es gegen Schlitzerland gesehen, dass das nichts zu sagen hat. Die Aufsteiger sind hochmotiviert, aber das sind wir natürlich auch“, sieht RSV-Coach Jürgen Krawczyk die Rollen alles andere als klar verteilt, der die spielfreie Woche für Zweikampfschulungen und kleine Spiele auf engstem Raum genutzt hat. Auch die Partie der SG Festspielstadt gegen Künzell (1:0) schaute sich der Coach an und analysiert: „Sie haben sich gut verkauft und haben eher defensiv gespielt. Künzell hat die Chancen aber nicht genutzt.“ Aufgrund seiner Hochzeit wird Julian Elm nicht mit dabei sein, dazu ist Keeper Timo Goldbach aktuell gesundheitlich angeschlagen und noch fraglich. Bei Hersfeld fehlt Neuzugang Jakov Pavic urlaubsbedingt. Gut vorbereitet fühlen sich die Petersberger dennoch, allerdings soll es mit der Umsetzung diesmal besser klappen als noch am ersten Spieltag. Dabei verweist Krawczyk mahnend auf die Aussage von Diskuswerfer Christoph Harting, der bei der EM in Berlin in der Qualifikation gescheitert war: „Ich stand da wie mit einer riesigen Waffe, die keine Munition hat“, sagte der Leichtathlet am Dienstag. Das Team von Roman Prokopenko will nach dem gelungenen Auftakt dagegen ihre weiße Weste bewahren und auch auswärts überzeugen.
Kerzell – Bronnzell (Sonntag; 15 Uhr)
In Kerzell ist am Wochenende einiges los, am Sportfest der Helvetia gastiert Viktoria Bronnzell zum Derby. Nach der 0:6-Heimklatsche gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach und einer spielfreien Woche sollen im zweiten Saison-Heimspiel nun die ersten Punkte her. „Wir wollen sehen, dass wir da etwas Zählbares zuhause behalten“, verdeutlicht Trainer Michael Jäger, der auf die angeschlagenen Sebastian Heiner und Tom Schnopp sowie Nico Bensing (privat verhindert) verzichten muss. Mut machen dürften dem Gastgeber dabei die beiden Duelle aus der Vorsaison, aus denen die Helvetia vier Punkte holen konnte. In dieser Saison lief es bislang aber für die Viktoria besser, die nach dem 1:2 in Großenlüder zuletzt das Stadtduell gegen FT Fulda für sich entscheiden konnte. „Das ist eine solide Mannschaft, die wieder zwischen Platz fünf und acht einzuschätzen ist. Für ganz oben wird es aus meiner Sicht nicht reichen“, meint Jäger zum Gegner.
Thalau – Ehrenberg (Sonntag; 17.30 Uhr)
Die noch ungeschlagene SG Ehrenberg gastiert am Samstag beim noch sieglosen FSV Thalau. In der vergangenen Saison konnte der FSV beide Vergleiche für sich entscheiden. Diesmal erwartet Trainer Jörg Meinhardt allerdings eine komplett andere Ehrenberger Mannschaft, die sich im Sommer unter anderem mit Mark Jaksch und Keeper Simon Voll stark verstärkt hat und mit vier Punkten aus zwei Spielen wesentlich besser aus den Startlöchern kam als der Vizemeister der vergangenen Saison: „Ehrenberg ist eine der Topmannschaften, die ganz oben mit dabei sein wird“, sagt Meinhardt, der seine Mannschaft nach dem 0:2 bei Aufsteiger Oberzell/Züntersbach in die Pflicht nimmt: „Da haben wir auf ganzer Linie versagt und mit Ausnahme von Markus Herber eine katastrophale Leistung gezeigt. Es muss etwas passieren und die Einstellung muss passen“, fordert der FSV-Coach eine Reaktion seiner Elf. Aktuell sind noch einige Spieler angeschlagen und fraglich, darunter Thomas Weichlein, Vincent Drüschler, Florian Storch und Munir Tekleyes. Für die Thalauer ist es das erste von drei Heimspielen in Folge, die SGE geht zum ersten Mal in dieser Spielzeit auf Reisen.
Hosenfeld – Schlitzerland (Sonntag; 18 Uhr)
Beide Teams sind noch ungeschlagen, anders als die Hosenfelder haben die Gäste aber bislang die maximale Punkteausbeute zu verbuchen und führen damit die Tabelle an – für Trainer Simon Grosch eine schöne Momentaufnahme, mehr aber auch nicht: „Es ist wichtig, dass wir gut gestartet sind und die sechs Punkte erstmal haben“, betont der Coach und verweist auf das harte Auftaktprogramm des Aufsteigers. Die nächste Hürde steht nun am Sonntag in Hosenfeld an. „Gerade in Hosenfeld wird es nochmal deutlich schwerer als die bisherigen zwei Spiele. Aber wir sind gut gerüstet, wissen, was uns erwartet, und haben schon einen Plan“, kündigt der 30-Jährige an. Besonders Hosenfelds Offensive sollte seine Mannschaft in den Griff bekommen, wenn die nächsten Punkte ins Schlitzerland wandern sollen. „Aber wir sind froh, dass wir befreit und mit breiter Brust auftreten können“, sagt Grosch, der seinem Team an einem Sahnetag einen „Bonuspunkt“ in Hosenfeld zutraut. Ein großes Fragezeichen steht unterdessen noch hinter David Wahl (Knieprobleme), der schon gegen Rothemann passen musste. Aljoscha Kurz ist weiterhin rotgesperrt, Marius Lohse fällt mit seiner Handverletzung ebenso noch aus wie Silas Neuhof und Thomas Matthes. Dazu hat Erik Heinze den Verein kurzfristig in Richtung SG Barockstadt II wieder verlassen.
Gruppenliga
Freitag
19 Uhr
Petersberg – Festspielstadt Bad Hersfeld
Samstag
16 Uhr
Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – Bad Soden (in Elters)
18 Uhr
Rothemann – Oberzell/Züntersbach
Sonntag
15 Uhr
Kerzell – Bronnzell
Künzell – Großenlüder
15.30 Uhr
FT Fulda – Schlüchtern/Elm
17.30 Uhr
Thalau – Ehrenberg
18 Uhr
Hosenfeld – Schlitzerland
