„Hey, wir wollen den Kreisbernd sehen“, sangen die CDU-Anhänger die am späten Sonntagabend auf Woide warteten. Der 55-Jährige hatte lange auf sich warten lassen und wollte erst nahezu alle Wahlbezirke ausgezählt haben. Mit Frau Carmen, Tochter Emma und Sohn Paul ließ er sich dann unter tosendem Applaus feiern. „Es ist ein überwältigendes Votum der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Woide. Vor allem die Wahlbeteiligung habe im Gegensatz zu 2011 (30,5 Prozent) deutlich höher gelegen. „Das sagt ein stückweit etwas aus“, meinte der Amtsinhaber. Zwölf Jahre als Landrat im Amt zu sein, verlaufe sicher nie reibungslos. Schließlich stünden immer wieder Themen wie Windkraft, Sommerlad oder SuedLink auf dem Programm. Nun im 13. Jahr als Landrat arbeiten zu dürfen, sei etwas ganz Besonderes. „Das ist ein schöner Abend für mich und meine Familie“, sagte Woide und betonte: „Auch nach zwölf Jahren hat Bernd Woide als Landrat einiges vor.“ In nahezu allen Wahlbezirken lag Woide deutlich vorne.
Glückwünsche gab es unter anderem vom CDU-Landtagsabgeordneten, der zudem Woides Familie für deren Unterstützung dankte. „Du hast heute ein sehr gutes Ergebnis eingefahren“, meinte Arnold zu Woide. Dieser Ausgang sei eine Bestätigung für die tolle Arbeit des Landrats. Dem schloss sich auch Kreistagsvorsitzender Helmut Herchenhan an. „Ich freue mich auf weitere sechs hoffentlich erfolgreiche Jahre“, so Herchenhan. Für die Bürgermeisterkreisversammlung gratulierte Poppenhausens Bürgermeister Manfred Helfrich: „Sie sind nah an den Menschen und haben das Ohr am Puls der Zeit.“
SPD-Kandidat Schüler war am Sonntagabend nicht mehr im Landratsamt, sondern verweilte auf der Wahlparty seiner Partei. „Ich bin dem Wahlausgang alles in allem zufrieden“, so Schüler zum Ergebnis: „Natürlich tritt man an, um zu gewinnen, aber die Ausgangslage im Landkreis Fulda ist ja bekannt und im Rahmen dessen kann sich dieses Ergebnis sehen lassen – auch verglichen mit vorherigen Wahlen.“ Insgesamt habe sich gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger kein einfaches „Weiter so“ wollten, sondern ihm bereits im Wahlkampf sehr offen gegenüber gestanden hätten. „Mein Ergebnis und auch das des weiteren Oppositionskandidaten bestätigen das, hierauf gilt es in Zukunft aufzubauen“, betonte Schüler. Sein bestes Ergebnis erzielte der 28-Jährige in Eichenzell (31,6 Prozent).
Zufrieden zeigte sich Lörcher: „Mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet.“ Er hätte sich mit fünf Prozent zufrieden gegeben, dass es jetzt sogar noch mehr Stimmen wurden, freue ihn umso mehr. „Ich bin mehr als zufrieden“, so Lörcher. In Zukunft möchte er sich natürlich auch weiterhin für die Ziele von DieLinke.Offene Liste einsetzen. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Lörcher.
