Fußball 07.10.2017

Eintracht-Gastspiel – „Gelungenes Highlight“ für 3800 Fans

Fulda – Von Florian Seelig – 3800 Zuschauer im Stadion der Stadt Fulda kamen beim Testspiel zwischen dem TSV Lehnerz und Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt (0:3) voll auf ihre Kosten: Ein Traumtor von Sebastien Haller, bestes Wetter, eine top Organisation und eine Eintracht, die zum Greifen nah war, machten das Eintracht-Gastspiel in Fulda zu einem Fußballfest für die ganze Familie.

Publikumsliebling Kevin-Prince Boateng gab sich wie die anderen Eintracht-Profis extrem volksnah. Foto: Christine Görlich

Sky-Social-Media-Moderator Riccardo Basile moderierte. Foto: Christine Görlich

„Das war eine klasse Leistung von uns, wir haben gezeigt, dass wir ein würdiger Tabellenführer der Hessenliga sind und ein würdiger Gegner für die Eintracht. Das war wirklich ein gelungenes Highlight“, freute sich TSV-Pressesprecher Michael Hamperl über den guten Auftritt der Lehnerzer, die der Eintracht das Leben ganz schön schwermachten. Lob verdiente sich der Spitzenreiter der Hessenliga im Duell mit dem Achten der Fußball-Bundesliga auch bei neutralen Zuschauern: „„Ich war schon etwas enttäuscht, dass die Eintracht nicht mehr gerissen hat, aber Lehnerz hat auch gut verteidigt“, sagte Christian Klug aus Michelsrombach und Holger Herbert aus Schlüchtern befand: „Lehnerz hat sehr guten Fußball gespielt und hatte die besseren Chancen.“ Vor allem der sensationelle Treffer von Sebastian Haller, der wie gegen Stuttgart mit einem Seitfallzieher traf, hatte es ihm angetan: „Allein das Tor von Sebastian Haller zum 0:2 war geil und das Geld wert.“

Neben einem sehenswerten Spiel kamen auch die kleinen Gäste voll auf ihre Kosten: Die Eintracht-Hüpfburg beispielsweise war der Renner bei den Kids, nach dem Spiel stürmten die Fans den Platz und belagerten die Eintracht-Profis, die sich aber jederzeit volksnah gaben und selbst am Bus noch bereitwillig Autogramme gaben und für Fotos zur Verfügung standen. Gewohnt reibungslos verlief die Organisation beim TSV Lehnerz auch im „fremden“ Stadion, genügend Parkplätze für die 3800 Fans und kurze Schlangen an den Kassen sorgten für zufriedene Fans. Mehr als zufrieden war auch Christopher Schaus, Geschäftsführer der Wemag und des Eintracht-Frankfurt-Partnerfanshops, der die Eintracht nach Fulda geholt hatte: „Wir sind sehr zufrieden mit der Organisation und der Ausrichtung. Auch mit dem Zuschauerzuspruch, fast 4000 Zuschauer sind ein Wort. Wir hatten schon immer den Traum, dass die Eintracht mal hier spielt. Wir danken dem TSV Lehnerz, dass hier alles so toll Hand in Hand klappt.“ Lehnerz-Coach Marco Lohsse war dankbar, dass sein Verein von der Wemag als Gegner der Eintracht ausgewählt wurde: „Danke an die Firma Wemag, dass sie uns das ermöglicht hat, hier in Fulda so ein Spiel stattfinden zu lassen. Es war auch besser besucht als erwartet.“ Nur Lob erhielten die Verantwortlichen auch von den Fans: „Die Organisation war super“, meinte der Michelsrombacher Klug und Holger Herbert unterstrich: „Super Organisation, es war alles top.“

Einer, der in seiner Heimatstadt die Ehre hatte, das Spiel vor dem Anpfiff und während der Halbzeitpause moderieren zu dürfen, war Riccardo Basile: Der 25-Jährige, der mit seiner Modemarke „Bolzr“ deutschlandweit Bekanntheit erlangt hat und seit dieser Saison für Sky vor der Kamera steht, war vom Fanbeauftragen der Eintracht angesprochen worden, ob er in der Region sei und sich vorstellen könne, zu moderieren. „Das hat sehr gut gepasst, ich bin wegen der Länderspielpause aktuell auf Heimaturlaub, bin aktuell bei meinen Eltern und treffe Freunde“, sagte Basile, der routiniert die Zuschauer auf die Begegnung einstimmte. „Das sieht wirklich super aus hier, da hat die Wemag einen tollen Job gemacht“, lobte Basile, der aktuell selbst gar nicht so weiß, was mit ihm geschieht: „Das war ein sehr aufregendes Jahr, es explodiert gerade. Das ist natürlich super, aber es geht darum, auf dem Boden zu bleiben und immer schön alles step by step anzugehen“, gab sich der Ex-Borusse – in der Johannisau spielte der 25-Jährige immerhin neun Jahre – ganz bescheiden.