„Es gibt viele Portale und Zeitschriften, die über die Qualität von Krankenhäusern berichten und ihre eigenen Bewertungen haben“, so Al-Hami. Dabei unterscheidet er zwischen zwei Gruppen mit unterschiedlichen Strukturen. Die Mehrheit der Portale müsse sich über Anzeigen oder Beiträge von entsprechenden Akteuren finanzieren und sei somit finanziell abhängig. Dazu zähle laut Al-Hami unter anderem „jameda“. Dort haben Patienten die Möglichkeit, Ärzte zu suchen und anonym ihre Bewertung abzugeben. „Diese Portale sind wirtschaftlich abhängig und die Informationen nicht immer nachprüfbar“, meint Al-Hami. Viele Menschen würden die Bewertungen aber lesen, um sich ein Bild über die Ärzte und Krankenhäuser zu machen.
Auf der anderen Seite gebe es die „Weisse Liste“ der Bertelsmann Stiftung, die wirtschaftlich vollkommen unabhängig sei. Seit 2011 werden auf Basis verschiedener Daten Patientenbewertungen durchgeführt und vierteljährlich in der „Weissen Liste“ veröffentlicht. Wie der Neurochirurg erklärt, hätten die Ärzte keinerlei Einfluss auf die Auswertung. „Die Zahlen sind objektiv und unabhängig“, meint Al-Hami. Die Verantwortlichen würden mit den Krankenkassen zusammenarbeiten, von ihnen Patientendaten bekommen und diesen dann einen Fragebogen zum Ausfüllen schicken. Dabei geht es unter anderem um die ärztliche Versorgung oder die pflegerische Betreuung. „Das sind viele subjektive Einzelheiten, die eine objektive Meinung über das Krankenhaus ergeben“, meint der Arzt.
Bei der aktuellen Studie wurden laut Al-Hami zwei Millionen Patienten deutschlandweit angeschrieben. 900.000 hätten geantwortet. „Das ist eine Riesenzahl“, betont der Neurochirurg. Immerhin seien im Oktober 2206 Krankenhäuser bewertet worden. Das Neuro Spine Center zählt seit 2011 dazu und erreichte bislang immer eine Patientenzufriedenheit zwischen 97 und 98 Prozent. „Die Patientenzufriedenheit ist das größte Merkmal, das etwas über die Qualität des Krankenhauses aussagt“, sagt Al-Hami. Schließlich würden die Betroffenen direkt eine Bewertung abgeben. Bei der jüngsten Veröffentlichung am 4. Oktober erreichte das Neuro Spine Center eine Patientenempfehlung von 98 Prozent. „Das ist eine Bestätigung für unsere Arbeit über mehrere Jahre“, sagt Al-Hami und betont: „Das ist nicht selbstverständlich. Wir freuen uns riesig darüber.“ All seine 65 Mitarbeiter hätten dazu beigetragen. „Wir müssen aber auch daran weiterarbeiten, dass wir die hohe Bewertung halten“, so der Arzt.
Generell biete die „Weisse Liste“ eine Fülle an Informationen für die Patienten an. So könne bei der Auflistung der Ärzte oder Krankenhäuser beispielsweise nach Entfernung, Weiterempfehlung der Patienten sowie der Patientensicherheit und Hygiene sortiert werden. Bei letzterem erfüllt das Neuro Spine Center 40 von 43 Faktoren. „Das ist ziemlich hoch“, so Al-Hami. Zudem kann beispielsweise direkt nach Wirbelsäulenbehandlungen gesucht werden. 2015 wurden im Neuro Spine Center 494 Behandlungsfälle an der Halswirbelsäule registriert. „Das ist eine unserer Stärken. Wir operieren in diesem Bereich so viel, weil wir darauf spezialisiert sind“, erklärt der Neurochirurg. Schließlich kämen Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet nach Fulda.
