„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, denn wir haben viel Laufarbeit geleistet und gutes Pressing gespielt“, sagte ein gut gelaunter Borussen-Trainer nach dem Auftaktsieg. Die Gäste begannen sehr druckvoll und hätten bereits nach vier Minuten in Führung gehen können, als Robin Fabinski nach einem regelwidrigen Rückpass von Viktoria Fulda den indirekten Freistoß aus fünf Metern nicht im Tor unterbringen konnte und stattdessen an der Mauer scheiterte. Kurz darauf schlenzte Adrian Otterbein den Ball von der Mittellinie aus an die Latte, er hatte gesehen, dass Viktorias Keeper Phil Stark sehr weit vor dem eigenen Tor stand. In dieser Phase schloss die Borussia fast jeden Angriff mit einem Torabschluss ab. Diese Überlegenheit sollte in der 13. Minute belohnt werden, als Otterbein einen langen Ball nach vorne schlug und Nico Jaeckel plötzlich alleine vor dem Tor stand. Diese Chance ließ er sich nicht nehmen und erzielte mit einem sehenswerten Lupfer die Führung für die Gäste. Der Nachwuchs des JFV Viktoria Fulda mühte sich, in die Partie zu finden, aber es sprang in der ersten Hälfte nicht ein einziger gefährlicher Angriff für die Mannschaft von Tobias Schott heraus. Linus Brust, der Torwart von Borussia Fulda, musste bislang nicht einmal eingreifen, sodass die Halbzeitführung mehr als in Ordnung ging. Zu Beginn des zweiten Durchgangs war erkennbar, dass Viktoria Fulda dieses Spiel nicht herschenken wollte. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, während die Borussen sich mehr und mehr auf Konter konzentrierten. Einer dieser endete in der 46. Minute mit einem gefährlichen Fernschuss von Max Diegelmann, der nur knapp das Tor verfehlte. Das Spiel schien an Fahrt zu verlieren, bis der eingewechselte David Sander in der 55. Minute eine Flanke mit dem Kopf zu Benedikt Seifert verlängerte, der auf die Chance spekulierte und zum 2:0 für seine Mannschaft abstaubte. Das Spiel war damit entschieden und Borussia Fulda verteidigte nun das eigene Tor. Lediglich eine Chance gab es noch für den JFV Viktoria, dessen Stürmerin Emma Kessler frei vor dem gegnerischen Tor an Brust scheiterte. Dies war gleichzeitig die beste Chance im Spiel des Gastgebers, der sich am Ende folgerichtig mit 0:2 geschlagen geben musste.
Aufgrund der heutigen Leistung wurde Borussen-Coach Fabinski für die neue Saison positiv gestimmt. „Wir wollen besser sein als letztes Jahr“, gab er nach Platz acht in der letzten Saison als Ziel aus. „Wenn wir die ganze Saison so spielen wie heute, können wir vielleicht auch oben mitmischen“, analysierte er nach einer überzeugenden Leistung. Lediglich einen Wermutstropfen gab es für seine Mannschaft. Spielmacher Robin Fabinski verletzte sich bei einem Zweikampf kurz vor der Halbzeit und droht nun für die kommenden Aufgaben auszufallen.
JFV Viktoria Fulda: Stark, Roehn, Flach, Hornung, Hahl (22. Kessler), Tanski, Paliatka, Mehler, Schildbach (22. Bruno), Klueh, Riedl.
JFV Borussia Fulda: Brust, Raab, Cakir, Diegelmann, Otterbein, Körber, Gärtner, Fabinski (36. Seifert), Löser, Jäckel (30. Sander), Mohr.
Schiedsrichter: Klaus Bodusch (Gersfeld)
Tore: 0:1 Nico Jäckel (13.), 0:2 Benedikt Seifert (55.)
Zuschauer: 75.
