„Wir waren erstaunt über die vielen Meldungen. Trotzdem ist alles gut gelaufen“, freute sich Astrid Bleuel, Schwimmwartin der Wasserfreunde Fulda: „Wir sind insgesamt gut im Zeitplan geblieben.“ Am Samstag wurde bis kurz vor 21 Uhr – also fast zwölf Stunden lang – geschwommen und am Sonntag ging es schon eine Stunde früher als ursprünglich geplant los. „Die Halle war am Samstag brechend voll und auch heute noch sehr voll“, sagte Bleuel. Die Schwimmer liefen unter anderem die Rutschbahn hoch, um einen guten Blick auf das Geschehen zu bekommen. Am Beckenrand und auf der Tribüne standen die Teamkollegen und Familien in mehreren Reihen hintereinander und machten ordentlich Stimmung. Der Einlauf der Schwimmer bei den Lagen-Finals am Sonntagmittag erfolgte zu lauter Musik. Die Mannschaften jubelten ihren Vereinskameraden zu, so schickte beispielsweise der aus der Schweiz angereiste Schwimmklub Bern seine Starter mit einem an den isländischen EM-Schlachtruf lauten „Huh“ ins Becken. Zwischen den Wettkämpfen stärkten sich die Teilnehmer mit Nudeln, Bananen und Müsli. Die weit angereisten jüngeren Teilnehmer widmeten sich in den Pausen zum Teil auch ihren Schulaufgaben.
Wasserfreunde mit Fokus auf Spezialstrecken
In den Lagenfinals waren keine Lokalmatadore am Start. „Für uns ging es in erster Linie noch um Pflichtzeiten für die offene Hessische Meisterschaft nächste Woche“, erklärte Fuldas Cheftrainerin Sabine Käthner: „Wir haben uns daher eher auf die Spezialstrecken fokussiert.“ Um sich für die Lagenfinals zu qualifizieren mussten die Teilnehmer in allen vier Einzeldisziplinen vorne mitschwimmen – eine Besonderheit des Dompfaff-Pokals. Bei den Männern ging der Sieg über 100 und 200 Meter Lagen an den Darmstädter Julius Flohr. Olympia-Teilnehmer Florian Wellbrock vom SC Magdeburg wurde im 200-Meter-Finale mit über zwei Sekunden Rückstand Vierter. Bei den Frauen gewann über 100 Meter Lagen Doris Eichhorn von Aqua Berlin und über 200 Meter Hentke. „Es waren keine super Rennen, aber okay. Wir sind mitten in der Trainingsphase“, sagte die 27-Jährige, die die Atmosphäre in Fulda toll fand: „Es ist sehr schön und sehr gastfreundlich hier. Für uns wird alles getan und wir haben für unsere Mannschaft, den SC Magdeburg, sogar eine eigene Umkleidekabine. Das hab ich auswärts noch nicht erlebt.“
Auch wenn die Fuldaer beim Veranstaltungshighlight nicht dabei waren, war die Trainerin mit den gezeigten Leistungen zufrieden: „Das war bisher sehr gut, gerade wenn man bedenkt, dass wir gerade zwei Wochen Trainingslager hinter uns haben und aus dem vollen Training raus geschwommen sind.“ Die Wasserfreunde erlangten in den Jahrgangswertungen mehrere Podestplätze. „Überrascht haben unter anderem Danny Schmidt und Marieke Renz“, sagte Käthner. Schmidt wurde unter anderem in seinem Jahrgang Zweiter über 100 Meter Brust, Dritter über 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Rücken, Ester über 200 Meter Freistil und Vierter in der offenen Wertung über 1500 Meter Freistil. Renz war über 50 und 100 Meter Brust jeweils die Schnellste ihres Jahrgangs und sicherte sich zudem über 200 Meter Lagen einen zweiten Platz.
Die kompletten Ergebnislisten gibt es online unter www.schwimm-service.de/28-dompfaff-fulda.html.
