Sportlich läuft es zwar seit Wochen in Eschborn, allerdings warten laut Bericht die Spieler schon seit Januar auf ihre Aufwandsentschädigungen und auf Antworten der Verantwortlichen – Trainer Rouven Leopold hat nun die Reißleine gezogen und seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Zu den – laut Kreisblatt – mittlerweile mehr als 200.000 Euro Schulden kommen wohl noch über 80.000 Euro, die der Verein aufbringen muss, um letzte offene Rechnungen aus der Insolvenz zu begleichen. Ob der Verein das stemmen kann, ist fraglich.
Der neue Vorstand ist fieberhaft auf der Suche nach Lösungen und arbeitet daran, die finanziellen Löcher zu stopfen. Nun wurde wohl – eine offizielle Nachricht gibt es dazu noch nicht – als Nachfolgeverein der SC Eschborn 2016 e.V. gegründet. Wo dieser dann an den Start gehen könnte, ist jedoch noch offen: Womöglich muss der Verein ganz unten in der D-Liga anfangen, könnte möglicherweise den Platz der zweiten Mannschaft in der Kreisoberliga einnehmen oder die Hessenliga-Lizenz des 1. FC Eschborn übernehmen. Ob das allerdings so vom HFV genehmigt würde, ist ebenso offen. Santiago Borrueco, der neue Sportliche Leiter des FCE, konnte jedoch bestätigen, dass der Verein in engem Kontakt mit dem Verband stehe. Auf alle Fragen sollen schnellstmöglich Antworten gefunden werden – was dann mit dem FCE passiert, ist ebenfalls noch unklar, ebenso wie die Frage nach der Haftung.
Eins jedenfalls steht fest: Es bleibt spannend in Eschborn.
