Lokales 27.03.2016

Zeichen für Frieden und internationale Solidarität – Ostermarsch in Fulda

Fulda (hg) – „Nur friedlich denken ist zu wenig“ stand groß auf einem der Transparente, die die Demonstranten beim Fuldaer Ostermarsch durch die Stadt trugen. Mit der Veranstaltung machen Parteien, Organisationen und Verbände in jedem Jahr Werbung für den Frieden und gegen den Krieg. Die rund 120 Demonstranten zogen vom Bahnhofsvorplatz vorbei am Stadtschloss über die Friedrichstraße zum Buttermarkt.

Die Demonstranten trafen sich am Bahnhofsvorplatz und zogen zum Buttermarkt

„Kriegerische Auseinandersetzungen verunsichern Menschen“, sagte Tobias Huth vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Fulda bei der Begrüßung: „Wir alle müssen für den Weltfrieden arbeiten.“ Regenbogenfahnen mit dem Aufdruck „Peace“, selbstgebastelte Schilder und Transparente von Parteien und Gewerkschaften hatten die Demonstrations-Teilnehmer dabei. Als Rednerinnen hatten die Fuldaer Organisatoren Dr. Ellen Weber vom Kasseler Friedensratschlag und Stefanie Wahl vom pax christi Diözesanverband Fulda gewinnen können. Weber blickte auf die NS-Zeit zurück und schlug darüber den Bogen zur Gegenwart. „Bomben können keine Politik machen. Wir müssen den Frieden ohne Gewalt in die Welt bringen“, appellierte Weber. Dass heiße aber nicht, dass die westliche Welt sich zurücklehnen dürfe, denn sie habe die Situation in Afghanistan, Syrien, Irak und Iran Verursacht. Auf die anstehenden Wahlen in den USA blickteWeber mit Sorge: „Wenn Donald Trump gewinnt, wird der Pausenclown zum Oberfeldherren, das ist sehr, sehr beunruhigend.“ Das sofortige Ende des Bundeswehreinsatzes in Syrien und aller derzeit laufenden Auslandseinsätze forderte Wahl: „Frieden muss wieder eine politische Option sein, das bedeutet Deutschland sollte Friedensgespräche mit allen regionalen Kräften voranbringen.“ Darüber hinaus solle der Export von Kriegswaffen und sonstigen  Rüstungsgütern verboten und dieses Verbot auch im Grundgesetz festgeschrieben werden. Auch was die Flüchtlingspolitik betrifft, bezog Wahl klar Stellung: „Nieder mit den Grenzzäunen, die uns nicht vor Panzern schützen sollen, sondern vor Menschen.“ Auch solle auf das Konzept der sicheren Herkunftsländer verzichtet werden. „Dieses Konzept hebelt die Einzelfallprüfung aus und ist daher aus menschenrechtlichen Erwägungen abzulehnen“, so Wahl.

Ostermarsch in Fulda (Fotos: Christine Görlich)