Schrille Schreie schallten quer über den Domplatz, die Bühne erstrahlte in Lila und im Hintergrund leuchtete der Dom. Das Ambiente war einmalig. Deep Purple, die wohl die letzte weltweite Tour gestartet haben, gaben gleich das zweite Konzert in Deutschland in Fulda zum Besten. Die „Väter des Hard-Rock“ standen noch nicht richtig auf der Bühne und schon herrschte Ausnahmezustand in der Barockstadt: Die Besucher jubelten der Band kräftig zu. Mit langen Haaren, Lederwesten und Kopftüchern ließen sie ihren 1970 kreierten Musikstil wieder aufleben. Die Zuschauer ließen sich vom Feeling anstecken: Teilweise mit Lederoutfits und Deep Purple-Fanshirts wurde rund um den Dom abgerockt. Während sich die einen ins Gras setzten und mit ihren Füßen zum Takt wippten, tanzten andere ausgelassen auf dem Domplatz. Zwischen Headbangen und Mitwippen zur Musik – jeder genoss den Abend auf seine Weise. Viele ältere Besucher nutzten die Möglichkeit, mit den Rockurgesteinen Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Mit geschlossenen Augen genossen sie die Klänge und sangen lautstark mit.
Bereits die Vorgruppe „Marillion“ begeisterte. Mit einer grandiosen Bühnenshow stimmten sie die 4000 Besucher auf Deep Purple ein. Am Donnerstag geht das Spektakel rund um den Fuldaer Dom weiter: Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier wird seine Megahits zum Besten geben. Los geht es um 19.30 Uhr.
