Nach einer zwar intensiven, aber chancenarmen zweiten Hälfte hatten sich die 200 Zuschauer bereits auf eine Punkteteilung eingestellt, da schlug Preuß zu: Der FCS-Kapitän nutzte erst eine Hereingabe von Sefa Cetinkaya, drehte sich um den Ball und schob zum 3:2 ein (79.), dann traf der ehemalige Kasselaner gegen seine Ex-Kollegen zum 4:2 (84.) und schoss den Hessenliga-Absteiger damit vorerst an die Tabellenspitze. „Das war nicht unverdient, auch Hessen Kassel hat zugegeben, dass wir zum Ende hin mehr wollten. Wir haben den Hessen den Schneid abgekauft“, freut sich FCS-Trainer Hans Schweigert über den Sieg. Die Tabellenführung will der 62-Jährige aber nicht überbewerten: „Das ist für uns momentan nicht wichtig.“
Im ersten Durchgang bekamen die Zuschauer ein enorm sehenswertes Spiel zu sehen: Intensive Zweikämpfe und Torraumszenen gab es zuhauf. Rückkehrer Sefa Cetinkaya brachte die Gastgeber zweimal in Front: Erst köpfte Cetinkaya eine Flanke von Ricardo Seck zum 1:0 in die Maschen (10.), nach einem zweifelhaften Handelfmeter, den Murat Osmanoglu verwandelte (14.), traf er erneut nach Zuspiel von Ricardo Seck (21.). Kurz vor der Pause glich Taekhyung Lee dann per Kopf aus (38.). Am Ende machte Preuß dann alles klar für den FCS. „Kassel war spielerisch sehr stark, aber wir haben gut dagegengehalten. Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Seiten, aber wir haben nach dem 2:2 mehr für den Sieg getan. Das war entscheidend“, bilanziert Schweigert.
Schwalmstadt: Nikocevic; F. Seck, Gerstung, Preuß, Cetinkaya, Lutz, Lindenthal (90. Rieck), R. Seck (77. Huber), Liebermann, Lerch, Wolf (89. Ide).
Hessen Kassel II: Winterhagen; Najjer, Dawid, Mobarak, Sattorov, Osmanoglu, Lee, Ochs, Schumann, Bredow, Wörner.
Schiedsrichter: Martin Kliebe (Hessisch Lichtenau)
Tore: 1:0 Sefa Cetinkaya (10.), 1:1 Murat Osmanoglu (14., Handelfmeter), 2:1 Sefa Cetinkaya (21.), 2:2 Taekhyun Lee (38.), 3:1 Steven Preuß (79.), 4:2 Steven Preuß (84.)
Zuschauer: 200.
