„Ich fühle mich natürlich ganz gut“, beschreibt Fröde seine Gefühlslage. „Ich wusste schon seit ein paar Wochen, dass diese Option besteht. Der Verein kam auf mich zu, es hat eine Zeit gedauert und dann haben wir uns geeinigt“, berichtet der in Neuenberg aufgewachsene Fröde. Seine fußballerische Laufbahn begann er beim TSV Neuenberg, wo sein Vater spielte. Über den Haimbacher SV, Borussia Fulda und Carl Zeiss Jena landete er 2009 bei Werder Bremens Jugend.
Fröde ist zwar noch für die A-Junioren spielberechtigt, gehört aber zum Kader der U23-Mannschaft, die in der Regionalliga Nord im Einsatz ist. „In der Hinrunde haben mich Verletzungen zurückgeworfen. In der Wintervorbereitung habe ich mich dann aber wieder ins Team gekämpft und seitdem fast alle Partien gemacht“, beschreibt er seine momentane sportliche Situation. Derzeit stehen 16 Einsätze und ein Tor für den Osthessen in der U23 zu Buche, mit der er um den Aufstieg in die Dritte Liga kämpft. Mit einem Punkt hinter Spitzenreiter VFL Wolfsburg II kann sich Fröde berechtigte Hoffnungen machen, nächste Saison in der dritthöchsten Spielklasse aufzulaufen. Doch für Fröde ist auch das nur ein Nahziel. „Der Profivertrag war der nächste Schritt auf einem ganz guten Weg, den ich bis jetzt gemacht habe. Ich bin noch in einem Alter, indem man sich entwickeln muss. In der Regionalliga ist das Niveau gut, Dritte Liga wäre aber natürlich noch besser. Längerfristig möchte ich mich aber so schnell wie möglich bei den Profis durchsetzen, mich zeigen und beweisen“, ist der 19-Jährige selbstbewusst. „Es wird sich zeigen, ob ich im Sommer schon im Profikader reinschnuppern werde“, setzt sich Fröde nicht unter Druck, „der Profivertrag gilt ja erst ab dem kommenden Jahr.“
Kontakt zur alten osthessischen Heimat hat Lukas Fröde leider nur noch wenig, obwohl er das sportliche Geschehen in Osthessen von der Weser aus oft verfolgt: „Leider hat sich der Kontakt zu ehemaligen Mitspielern verlaufen“, bedauert er. „Durch die Medien verfolge ich aber die Entwicklungen meiner ehemaligen Teams wie Borussia Fulda und Haimbach“, erzählt Fröde. „Ich war auch leider länger nicht mehr in Fulda, zuletzt im vergangenen Jahr für einen Tag. Vielleicht klappt es in der kommenden Sommerpause, dass ich mit meiner Familie wieder für ein paar Tage in die Heimat kommen kann“, hofft er auf eine kleine Stippvisite.
