Fußball 02.06.2014

„Inferno“-Jubiläum – Eintracht-Legende Stepanovic feiert mit - Fotos

Eichenzell (ah) – Eine riesen Sommer-Party und klasse Stimmung erwartete alle Fußballbegeisterten und vor allem Eintracht-Frankfurt-Fans, die am Samstag das 30-jährige Jubiläum des Eintracht-Frankfurt-Fanclubs „Inferno“ am Sportplatz in Lütter feierten. Neben einer Tombola und einem Schoppenturnier war das Highlight des Tages die Podiumsdiskussion mit dem ehemaligen Eintracht-Kulttrainer Dragoslav Stepanovic.

Vor den zahlreichen Besuchern präsentierte sich der 65-Jährige gewohnt locker und kam mit dem einen oder anderen Fan ins Gespräch. Auch bei der Podiumsdiskussion faszinierte er alle Zuhörer mit seinen flotten Sprüchen und seiner kumpelhaften Art. So ließ er es sich zum Beispiel nicht nehmen, einem Inferno-Mitglied seinen Friseur in Frankfurt zu empfehlen. Stepanovic, liebevoll von allen Eintracht-Fans mit „Stepi“ angesprochen, sprach im Verlauf der Diskussion vor allem über die guten alten Zeiten bei seiner Eintracht: „Eintracht war eine tolle Station für mich. Ich hoffe, dass wir irgendwann wieder um die ersten fünf bis sechs Plätze mitspielen.“

Zudem erklärte er auch die Herkunft seines Lieblingssatzes „Das Lebbe geht weider!“, der nach der Pleite im Bundesliga-Finale von 1992 zu seinem Markenzeichen wurde. „Das kam eigentlich von meiner Mutter. Die hat früher schon immer gesagt: Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Das Leben wartet nicht auf dich, das Lebbe geht weider!“

Aber nicht nur die alten Zeiten waren Thema, sondern auch die gegenwärtigen Ereignisse in der Bundesliga. Auf die Aussage, dass einige Eintracht-Fans auf ihn als Trainer gehofft hatten, entgegnete er locker: „Macht doch! Schlagt mich vor, dann kann ich ja noch Trainer werden!“ Obwohl er der aktuellen Mannschaft der Frankfurter Eintracht eine gute Saison bescheinigte, wünschte er sich trotzdem „eine so gute Mannschaft, dass wir nie wieder zittern müssen und den Blick nach oben wenden können.“ Außerdem ist der Kulttrainer schon gespannt auf die WM, bei der er Deutschland und Brasilien zu den Favoriten im Kampf um den Titel zählt.

Geschäftsführer Christopher Schaus von der WEMAG – Betreiber des Eintracht-Frankfurt-Partner Fanshops in der Fuldaer Heidelsteinstraße – war mit dem Verkaufswagen zugegen und zeigte sich äußert zufrieden mit den Besucherzahlen: „Die Leute nehmen das hier wirklich gut an, vor allem weil es für einen guten Zweck ist. Ich denke, dass bestimmt 500 Fußballfans den Weg hierher gefunden haben.“

Beim Schoppenturnier traten den ganzen Tag über 15 Mannschaften gegeneinander an. Den Sieg sicherte sich am Ende der Eintracht Fanclub Piesel Adler aus Dirlos, der das Finale mit 1:0 gegen die Kirmesgesellschaft Abtsroda gewann. Dritter wurde Eintracht Memlos. Den Meterpokal gewann die Kirmesgesellschaft Lütter.

Der Erlös der Veranstaltung kam der Aktion „Ein Fahrstuhl für Felix“ zugute, der es Felix Knapp ermöglichen soll, sich im Haus seiner Familie freier zu bewegen. Der siebenjährige Felix schaute sogar mit seiner Familie bei der Jubiläumsfeier vorbei und bekam von Inferno-Mitglied Björn Brang noch ein Fanclub-T-Shirt überreicht. „Wir wollten zu unserem Jubiläum auf jeden Fall eine wohltätige Aktion machen und dann haben wir uns in der Region umgehört und sind so auf die Familie Knapp gestoßen“, so Brang, der hinzufügte: „Ich möchte mich auch bei allen Beteiligten bedanken, die das alles hier möglich gemacht haben, vor allem auch bei der TSG Lütter, dass sie uns den Platz für dieses Fest kostenlos zur Verfügung gestellt haben.“