„Der wusste mit 13 schon, dass er Trainer der italienischen Nationalmannschaft werden will und er wurde es. Er beschäftigt sich schon sein ganzes Leben mit Leichtathletik und ist ein sehr, sehr, sehr erfahrener Trainer“, schwärmt die 23-jährige Anna Hahner über den neuen Coach, der aktuell vor allem kenianische Spitzenathleten betreut und auch in Kenia lebt. Dort kam bei einem Trainingslager auch der erste Kontakt zustande. Nach der Trennung von Heinig, der aufgrund von Differenzen mit dem Management die Zusammenarbeit beendete, wurde erneut Kontakt gesucht und bei einem Treffen in Italien entschieden, von nun an gemeinsame Wege zu gehen: „Durch meine Verletzung und da Lisa gerade ihren Marathon absolviert hatte, waren wir nicht unter Zeitdruck. Die Athleten-Trainer-Beziehung muss immer passen, um gute Ergebnisse zu erzielen und die passt“, verdeutlicht Anna.
Das Trainingspensum ist auch bei Canova ein hohes: „Das sind wir aber schon von Herrn Heinig gewohnt. Marathon ist eben eine trainingsintensive Sache“, erklärt Anna, die betont: „Er ist ein sehr offener Trainer, der sehr individuell trainieren lässt, was auch sehr wichtig ist, da wir hier ja ganz andere Voraussetzungen als in Kenia haben.“
Der extrem erfahrene Italiener trainierte unter anderem den Weltrekordhalter über 3000 Meter Hindernis Saif Saaeed Shaheen und war lange Jahre der Verantwortliche für Marathon in Italien. Zu seinen derzeitigen Athleten zählen der Marathondoppelweltmeister Abel Kirui, der Weltrekordhalter über 30 Kilometer Moses Mosop, Crossweltmeister Imane Merga und die Cross- und Halbmarathonweltmeisterin Florence Kiplagat.
Bei Anna selbst geht es nach dem Ermüdungsbruch langsam wieder aufwärts: „Ich darf meinen Gips alle zwei Tage abnehmen und werde noch drei Wochen auf Krücken laufen. In zwei Wochen kann ich den Fuß vielleicht sogar beim Fahrradfahren voll belasten.“ Wann sie erstmals wieder einen Wettkampf bestreiten kann, steht derzeit noch in den Sternen. Die 16 Minuten jüngere Schwester Lisa startet nach ihrem Marathon in Hamburg vor einigen Wochen langsam wieder mit dem Aufbautraining und wird am 7. Juni bei einem 10-Kilometer-Stadtlauf in Oelde wieder einmal auf die Strecke gehen.
