Im Vorfeld möchte sich Rolf Gollin nicht über den abgelehnten Einspruch Grebensteins ärgern. Dieser hätte einen Abzug von drei Punkten beim Gegner bedeutet und der TSV wäre an den Nordhessen vorbeigezogen: „Ich muss eher schmunzeln. Dass in der Spielordnung ‚Pflichtspiele‘ steht, dies aber auf einmal ‚Meisterschaftsspiele‘ heißen soll, ist schon komisch.“ Aber das sind alles nur Randerscheinungen, die dem Coach ein müdes Lächeln abringen können.
„Wir wären sowieso nach Kassel gefahren, um dort zu gewinnen. Packen wir das, stehen wir vor ihnen“, gibt sich der Trainer selbstbewusst. Und dazu hat er auch allen Grund: Neben der Serie von sechs Siegen in Folge, ist der TSV das beste Rückrundenteam und hat auch die letzten beiden ganz schweren Auswärtsspiele in Weidenhausen und in Dörnberg für sich entschieden.
Gollin möchte nur auf die eigenen Stärken setzen und will die Torfabrik der Liga (101 Treffer) mit den eigenen Waffen schlagen: „Wenn wir selbst unsere Offensivstärke auf den Platz bringen, haben die Kasseler einfach auch nicht so oft die Chance, Akzente zu setzen.“ Der Coach stellt in diesem Zusammenhang die Frage: „Warum sollen wir uns umorientieren? Kassel wird vielleicht auch nach uns gucken.“
Über die Aufstellung macht sich der Coach keine Gedanken: „Alle sind in einer sehr guten Verfassung, ganz egal wer nachrückt.“ Beispiel sei Kemal Sarvan, der in Weidenhausen ein überragendes Spiel machte und die Woche zuvor noch auf der Bank saß. Fragezeichen stehen noch hinter Kevin Steudter (wieder im Lauftraining), Alexander Scholz (Studium) und Jens Keim (Zehprellung).
Der TSV Lehnerz setzt zum Spitzenspiel in Kassel einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 12 Uhr am Lehnerzer Sportgelände. Anmeldungen nimmt das Vereinslokal „Leipziger Hof“ entgegen.
