In dieser Woche gab es noch einmal eine motivierende Ansprache von Trainer Oliver Bunzenthal, dem das Auftreten seiner Mannschaft zuletzt nicht gefallen hatte: „Wir wollen momentan immer nur verwalten und sehen, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen. Ich erwarte jetzt aber auch mal, dass wir da reingehen und das Spiel mit aller Macht gewinnen wollen“, betont der Coach, der auch die Ausrede nicht gelten lassen möchte, dass sein junges Team womöglich Angst davor hat, aufgrund zu hohen Risikos das wichtige Spiel zu verlieren: „Es gibt doch überhaupt keinen Grund, Angst zu haben. Wir sind seit Ende September ungeschlagen und da sollte jeder Spieler jetzt auch mal mit Selbstbewusstsein in die Partie gehen und sich darauf freuen. Erster gegen Zweiter – es gibt doch nichts Schöneres“, verdeutlicht Bunzenthal, der dies auch mit Blick auf das Hessenpokal-Halbfinale am Ostermontag gegen Ederbergland zu den wichtigsten Faktoren zählt.
Für die Zuschauer ist am Sonntag auf jeden Fall große Spannung garantiert: Elf Punkte Vorsprung hat der HSV nach 26 Spieltagen, doch Kassel kann diesen mit einem Sieg im Nachholspiel auf acht Zähler verkürzen. „Hessen Kassel wird gegen uns sicherlich noch einmal versuchen, seine letzte Chance, Platz eins zu erreichen, zu nutzen und mit aller Macht gewinnen wollen. Wir müssen dagegen halten – von Anfang an!“, appelliert Bunzenthal an seine Spieler, die die gesamte Woche über wieder auf Rasen trainieren konnten. Auch Cino Schwab und Dennis Müller seien laut dem HSV-Coach nun wieder auf einem höheren Fitnesslevel und könnten am Sonntag womöglich den Ausschlag für die Hausherren geben. „Hessen Kassel hat natürlich eine Mannschaft, die fußballerisch im Normalfall jedem Gegner überlegen ist. Aber das heißt natürlich auch, dass es eine Mannschaft ist, die auch nach vorne spielt und sich nicht hinten reinstellt. Das könnte unser Vorteil sein“, so Bunzenthal. Mit den kleinen Löwen gastiert die offensivstärkste Mannschaft der Liga in der Haunestadt: 84 Tore haben die Nordhessen in 25 Spielen bereits geschossen. Dagegen weist Hünfeld mit nur 27 Gegentreffern die beste Defensive auf – und vor heimischem Publikum hat das HSV-Team bislang erst zehn Tore der Gegner zugelassen. Ein spannendes Gipfeltreffen ist also garantiert.
