„Wir freuen uns, mit Ihnen heute zusammen die Bildungsmesse eröffnen zu können“, sagte Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda. Junge Menschen, die vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens stehen, können sich auf der Bildungsmesse über Berufe informieren und sich um ihre berufliche Perspektive kümmern. „Die Bildungsmesse hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Veranstaltungen für Berufsorientierung in Osthessen entwickelt“, betonte IHK-Präsident Dr. Christian Gebhardt. Es werden nicht nur Netzwerke gestärkt, sondern junge Menschen können hier erfahren, was sie für bestimmte Berufe für Fähigkeiten brauchen, und sich mit Azubis vor Ort austauschen. Gebhardt appellierte an die Schülerinnen und Schüler, dass sie neugierig sein und Fragen stellen sollen.
Landrat Bernd Woide war sich ziemlich sicher: „Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, und das ist die zentrale Aufgabe der Bildungsmesse.“ Wichtig sei hier besonders das persönliche Gespräch, egal welche Künstliche Intelligenz kommen mag. „Ich finde, grade in diesen Zeiten ist es wichtig, jungen Menschen etwas anzubieten, das sie eben nicht im Internet finden“, betonte Woide. Die Bildungsmesse soll zusätzliche Perspektiven schaffen und die zentralen Entscheidungen der Zukunft für junge Menschen erleichtern. Auch Konow appellierte an die Schüler: „Eine Ausbildung ist eine Alternative, keine Sackgasse.“
Neben großen Unternehmen wie die RhönEnergie Fulda, das DRK Fulda, das Klinikum Fulda, Hubtex oder dem Landkreis Fulda, können sich die Schülerinnen und Schüler auch bei verschiedenen Berufsschulen aus dem Kreis informieren. Auch Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Agentur für Arbeit, hat mit ihrem Team einen Stand auf der Messe. Für sie sei es eine wunderbare Möglichkeit für Unternehmen, sich zu präsentieren, und die jungen Leute darüber zu informieren, welche Betriebe es in der Region gibt. Viele Unternehmen nehmen auch Auszubildende mit auf die Messe, damit die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, mit Gleichaltrigen zu sprechen. „Das ist hier ein wichtiger Kontakt“, betonte Henkel.
Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld machte darauf aufmerksam, wie vielfältig die Arbeit bei der Stadt sein kann. „Diese unglaubliche Vielfalt der verschiedenen Ausbildungsberufe, die wir anbieten – es gibt keinen Lebensbereich, der nichts mit der Stadt zu tun hat“, betonte der OB. Es werden verschiedene Chancen und Vorteile geboten – und diejenigen, die für die Stadt arbeiten, können die Stadt direkt mitgestalten, wie Wingenfeld erzählte.
Auch Marco Goldbach, Geschäftsführer der Firma Hubtex, stellt mit seinem Team den Betrieb vor. Die Hubtex baut Transportfahrzeuge, die einmalig sind – Mehrwegeseitenstapler mit Elektroantrieb und viele mehr. „Wir exportieren weltweit in alle Märkte und sind somit auch etwas weniger krisenanfällig“, betonte Goldbach. Wer jedoch eher in die Gesundheitsbranche möchte, kann sich am Stand des Klinikums informieren. Axel Müller, Leitung der MT-Schule für Labor und Radiologie, berichtete, dass er allein vergangenes Jahr nach der Bildungsmesse 15 Bewerbungen erhielt. Am Stand des Klinikums Fulda werden viele Mitmachaktionen angeboten und die Gäste können dort die Berufe des Klinikums kennen lernen und sich mit den Mitarbeitern austauschen.
Abwechslungsreiche Ausbildungen werden bei der Werner Gruppe angeboten, wie Personalleiter Dennis Veronese erzählte. „Ob Fachinformatiker oder Gerüstbauer, wir haben alles zu bieten“. Bei der Firma Zufall können sich die jungen Menschen direkt mit Auszubildenden austauschen, so auch mit Shayleen Hohmann, die eine Ausbildung zur Fachlageristin bei Zufall macht. Für sie sei der Betrieb familienfreundlich, sie wurde direkt aufgenommen und ins Herz geschlossen. „Man wird unterstützt und bekommt von jedem Hilfe, wenn man sie braucht oder nicht weiterkommt“, sagte die Azubine. Auch Fynn Brähler, der eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei Zufall macht, fühle sich sehr wohl in dem Betrieb. „Man bekommt alles erklärt, was man macht, zum Beispiel die Ladungssicherheit“, sagte Brähler. Auch für ihn sei der Betrieb wie eine große Familie.
Rebekka Heim, Personalreferentin der VR Bank Fulda, erzählte, dass die Bank nicht nur Kaufmännische Berufe ausbilde, die mit der Bank zu tun haben, sondern auch solche wie Dialogmarketing oder Digitalisierungs-Management. „Ausbildungen sind bei uns eine Herzensangelegenheit“, betonte Heim.
Auch beim BBZ Mitte können sich die jungen Menschen informieren. Geschäftsführung Dr.-Ing. Mirjam Keßler ist mit ihrem Team vor Ort und berät die Schülerinnen und Schüler. „Wir bilden weiter und es gibt nichts, was wir nicht ausbilden“, betonte sie. Jan Schneider, Ausbilder für Metalltechnik im Fachbereich CNC am BBZ, erzählte: „Wir können das abdecken, was verschiedene Betriebe nicht direkt umsetzen können.“ Es können dort gezielt Schulungen angeboten werden, für die verschiedenen Fachbereiche.
Lukas Laibach, Notfallsanitäter und Praxisanleiter beim DRK Fulda, betonte, wie vielfältig die Arbeit beim DRK sei. „Dadurch, dass wir alle sehr sozial sind, ist auch das Zusammenleben auf der Wache unfassbar harmonisch witzig und auch teilweise kurios“, sagte Laibach.
Wer sich jetzt noch nicht sicher ist, was er oder sie beruflich mal anstrebt, kann noch bis zum Samstag die Bildungsmesse besuchen und sich dort bei vielen Betrieben und Institutionen informieren. Die Bildungsmesse findet von Donnerstag bis Samstag im Konzepthaus Karl und auf dem Uniplatz statt. Am Donnerstag und Freitag ist sie jeweils von 8 bis 14 Uhr geöffnet, am Samstag von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist an allen Tagen kostenlos.
