„Für einen starken Rechtsstaat braucht es nicht nur Richter und Staatsanwälte. Es sind ebenso die Justizfachangestellten und Justizfachwirte sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger, die für eine funktionierende Justiz und damit für unsere Sicherheit entscheidend sind. Wir bilden daher weiterhin auf höchstem Niveau aus und schaffen zugleich die Bedingungen für eine moderne, digitale und sehr hochwertige Ausbildung", erklärte die Justizstaatssekretärin.
Am Amtsgericht Fulda wurden 19 neue Auszubildende von der Staatssekretärin in der Justiz-Familie willkommen geheißen. Dabei wurden die Azubis durch das Amtsgericht geführt und hatten im Anschluss in einer Fragerunde die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen, ehe Eichner den Azubis ihre Urkunden überreichte und sie zum Ausbildungsstart beglückwünschte. „Nicht nur die Mitarbeitenden hier in Fulda, sondern die gesamte hessische Justiz freut sich über die neuen Kolleginnen und Kollegen. Sie tragen dazu bei, die Justiz zukunftsfest zu machen. Zugleich bietet Ihnen die Justiz eine verantwortungsvolle und gesellschaftlich bedeutende Tätigkeit sowie langfristige und vielfältige Perspektiven“, so Eichner.
Pünktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahrgangs wurden im Amtsgericht Fulda die neuen Ausbildungsräumlichkeiten am Hopfengarten fertig gestellt, die den angehenden Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern, Justizfachwirtinnen und -fachwirten sowie Justizfachangestellten moderne Arbeitsplätze und damit optimale Ausbildungsbedingungen bieten. „Das ist ein Novum. Hessen steht damit an der Spitze“, betonte Eichner. Dazu wird eine so genannte Juniorserviceeinheit eingerichtet, in der die Nachwuchskräfte unter Anleitung eines Ausbilders oder einer Ausbilderin Verfahren im Echtbetrieb selbständig bearbeiten.
Dr. Christoph Wagner, der Direktor des Amtsgerichts, betonte: „Das Amtsgericht Fulda bildet seit vielen Jahren den Justiznachwuchs aus. Die Bedingungen hierfür konnten nun nochmal verbessert und zugleich die Kapazitäten ausgebaut werden. Mein Dank gilt an dieser Stelle den Ausbilderinnen und Ausbildern sowie allen Bediensteten des Amtsgerichts Fulda für das große Engagement, mit dem sie diese wichtige Aufgabe so zuverlässig erfüllen, während sie zugleich die aktuellen Herausforderungen bei der Digitalisierung der Justiz meistern“.
Hessenweit starteten am Montag 161 Auszubildende Justizfachangestellte sowie 60 Beamtenanwärterinnen und -anwärter im mittleren Dienst und 91 Anwärterinnen und Anwärter im Rechtspflegerdienst in ihr Berufsleben. Hinzu kommen 48 Anwärterinnen und Anwärter im mittleren Dienst, die bereits zum 1. April 2025 angefangen haben. Insgesamt haben somit 2025 360 junge Menschen ihre Ausbildung in der hessischen Justiz begonnen. Ab September 2025 steht den Nachwuchskräften dabei schon während der Ausbildung eine digitale Ausbildungsumgebung zur Verfügung, welche sie auf die zukünftige Arbeit mit der E-Akte an den Gerichten und Staatsanwaltschaften vorbereiten wird. Ebenfalls vor Ort waren Professor Dr. Carsten Schütz (Direktor des Sozialgerichts), Rainer Fröhlich (Geschäftsleiter Amtsgericht) Bernhard Nentwig und Simone Duma (beide Ausbilungsleiter).
Informationen zu den vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der hessischen Justiz gibt es unter https://karriere.justiz.hessen.de/.
