„Es ist sicherlich ein besonderes Spiel. Viele Spieler und auch ich als Trainer haben mit Julian zusammengespielt“, sagt Hünfelds Reserve-Trainer Niclas Rehm zum Wiedersehen. Rohde schnürt bereits seit vergangener Saison gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Kvaca die Schuhe für FT, davor spielte er jahrelang beim HSV und führte das Team lange als Kapitän aufs Feld. „Die Verbindungen sind noch da und jeder möchte das Spiel gewinnen“, so Rehm. Die Verbindung zwischen den beiden Trainern besteht auch dahingehend, dass sie sich regelmäßig über die Gegner austauschen – „dabei spielte Julian schon oft gegen die Teams, die wir danach hatten“, schmunzelt Rehm.
Die Turner mussten zuletzt zwei Dämpfer einstecken. Vor zwei Wochen gab es mit einer 2:3-Niederlage in Pilgerzell die erste Pleite der Saison und erst am Sonntag mit einem 2:2-Remis gegen Margretenhaun auch die erste Punktteilung. Somit verloren die Fuldaer etwas den Anschluss an die Spitze und die SG Sickels, bei fünf Zählern Rückstand könnte FT die Lücke am Mittwoch aber nun auf zwei Punkte verringern.
Für den HSV verläuft die Saison bislang ordentlich: Vier Siege und drei Niederlagen stehen zu Buche, dazu noch das beachtliche Torverhältnis von 18:12 – und das obwohl, die Reservisten aus Hünfeld das Auftaktspiel aufgrund von Personalmangel absagen mussten.
Durch die zuletzt zufriedenstellenden Ergebnisse nimmt der HSV die Reise nach Fulda ohne jeglichen Druck auf sich. „Wir haben in den Spielen genügend Punkte gesammelt. Diese Woche haben wir nochmal die Möglichkeit, Zählbares einzufahren, um mit der unteren Tabellenregion nichts zu tun zu haben“, so Rehm. Das 5:1 zuletzt gegen Pilgerzell beflügelte die Mannschaft, nun geht es zu FT und am Sonntag noch nach Margretenhaun. Der Gäste-Coach ist sich aber durchaus bewusst, dass die Begegnung mit Rohde und dessen Mannschaft nicht durch taktische Kniffe entschieden werde. Gemeinsam mit Kvaca bilde der Spielertrainer ein sehr starkes Duo, gepaart mit jeder Menge Erfahrung seien die Turner nicht zu unterschätzen. „Petr ist für mich einer der beste Stürmer der Liga“, hebt Rehm Kvaca hervor. Wer am Mittwochabend gegen FT Fulda auf dem Platz stehen wird, weiß der Hünfelder Coach noch nicht genau. Das der Kader an den Spieltagen oftmals bis zum Schluss offen steht, sei kein Geheimnis, so Rehm. „Es gibt oft Fragezeichen und wir sind auf die Unterstützung von oben angewiesen, wie eine Wundertüte“, schmunzelt der Coach selbst.
