„Wenn der Gegner zwei Elfmeter verschießt und du kommst nicht weiter, liegt es an uns“, stellte Germanen-Trainer Zeljko Karamatic fest: „Das üben wir glaube ich noch“. Bemerkenswert dennoch, dass die Germania ins Elfmeterschießen kam gegen den klassenhöheren Nachbarn: „Wir haben uns gut verkauft, das war ok, jetzt können wir uns voll auf die Meisterschaft konzentrieren“, sagte Karamatic.
Dessen FSV führte zur Halbzeitpause sogar mit 2:0 und spielte im ersten Durchgang den besseren Fußball. In der Kabine sprach der Coach entsprechend an, was nun zu tun ist, um ins Halbfinale einzuziehen. Doch es ging schief: „Wir kamen desorientiert aus der Pause, haben das 1:2 kassiert und Chancen per Konter auf das dritte Tor vergeben“. Das 3:1 fiel zwischenzeitlich sogar, doch wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. „Die meisten Zuschauer meinten, es war kein Abseits, aber kein Vorwurf an den Schiedsrichter“, sagte Karamatic, der schließlich in der Schlussphase den Ausgleich mit ansehen musste, weil Germanen-Keeper Teufel patzte und Carsten Seifert zum 2:2 einschob. Es ging schließlich ins Elfmeterschießen, bei FT verschossen Hohmann und Isaac, bei Germania allerdings Xhaferi, Nivokazi und Sharif.
FT-Coach Julian Rohde persönlich verwandelte dann den entscheidenden Strafstoß für das Halbfinale der Turner gegen den FSV Thalau. „Ich habe den Jungs das auch gesagt – schön, dass wir im Halbfinale stehen. Auch da ist was drin“, so Rohde, er aber zuvor ebenfalls eine schwache erste Hälfte konstatieren musste: „Germania hat das gut gemacht, gut verschoben, verdient geführt. In der Pause haben wir Tacheles geredet und die zweite Hälfte war dann um Längen besser“.
Germania Fulda: Teufel; Imeri, Marek, Hoffmann, Alemdar, Xhferi, Haxhiu, Sharif, Karadavut, Nivokazi, Mondo (Horn, Brovina, Kusturic).
FT Fulda: Sobczak; Garaev, Müller, Ristic, Kvaca, Hess, Seifert, Grozav, Schäfer, Rohde, Hesselbein (Zafirov, Hohmann, Isaac).
Schiedsrichter: Klaus Montag (Dietershan)
Tore: 1:0 Vershim Nivokazi (35.), 2:0 Mevlan Xhaferi (40.), 2:1 Petr Kvaca (50.), 2:2 Carsten Seifert (82.)
Zuschauer: 100
