Fußball 12.04.2024

Kreispokal Fulda – Latte steht FT-Finaleinzug im Weg: Thalau jubelt

Fulda (pf) – Der unterklassige Finalist im Fußball-Kreispokal Fulda heißt FSV Thalau: Der FSV setzte sich am Donnerstagabend im ersten Halbfinale bei FT Fulda mit 8:7 (2:2, 1:1) nach Elfmeterschießen durch und buchte damit das Ticket fürs Endspiel.

Lukas Brehl (vorne) und der FSV Thalau liefen FT im Kampf ums Finale davon - wenn auch knapp. Foto: Christine Görlich

Freud und Leid lagen nah beieinander: Nachdem beide Teams je fünfmal im Elfmeterschießen getroffen hatten, trat Tobias Müller für den FSV an den Punkt. Der Reserve-Spieler traf, anschließend knallte einer von Fuldas Besten, Eduard Garaev, die Kugel an die Latte – und Thalau stand im Finale. Zuvor bewies Mischa Ristic bereits Nerven und lupfte den Ball vom Elferpunkt aus, Lukas Brehls Elfer hatte sich FT-Keeper Paul Pedoth wiederum selbst reingeboxt. „Ich war kurz vorm Herzinfarkt“, lachte Matthias Schrems, der in Abwesenheit der anderen Coaches, allen voran Thomas Hütsch, der im Urlaub weilte, das Kommando übernahm.

Von vorne: Zweimal hatten die Defensivreihen in der ersten Hälfte nicht aufgepasst, zweimal hatte es geklingelt: Bei Garaevs frühem Führungstreffer für die Turner nach einem Freistoß, und ebenso beim Ausgleich wenig später durch Christopher Schenkel. So war das 1:1 zur Pause nicht ungerecht, beide hatten ihre Aktionen, aber auch ihre Schwierigkeiten. FT war in der Anfangsphase besser, Thalau danach.

In Hälfte zwei war es der FSV, der daran anknüpfte und das Tor machte – und zwar in Person von Lukas Schenkel, der es seinem Bruder gleichtat und auf 2:1 stellte. Spitz auf Knopf war es dennoch über weite Strecken, vor allem Petr Kvaca war bei den Turnern gefährlich, der Ausgleich ging dann kurz vor Schluss auf das Konto von Joker Nelian Lipinski – da war der Jubel noch groß.

„Es war von beiden ein gutes Spiel, letztlich war das Momentum auf unserer Seite. Ich freue mich für die Trainer, die Herzblut reinstecken in der schwierigen Situation“, so Schrems weiter: „Wir haben die ersten Minuten verschlafen, aber nach dem Ausgleich hatten wir mehr vom Spiel. Die Mannschaft lebt, das nehmen wir jetzt mit in die Liga“. Auch fest steht nun schon, dass Thalau im Endspiel Außenseiter ist: Den zweiten Finalisten spielen am 1. Mai die beiden Verbandsligisten Bronnzell und Eichenzell aus.

FT Fulda: Pedoth; Garaev, Ristic, Erb, Kvaca, Hess, Kollmann, Grozav, Freudenberger, Rohde, Hesselbein (Hohmann, Lipinski, Buller)

FSV Thalau: Sauer; M. Müller, Graul, Schäfer, Müglich, F. Storch, L. Schenkel, Brehl, Mohr, Löhmer, C. Schenkel (T. Müller, Görlich, Schlotzhauer)

Schiedsrichter: Aaron Fritz (Weyhers)

Tore: 1:0 Eduard Garaev (9.), 1:1 Christopher Schenkel (20.), 1:2 Lukas Schenkel (60.), 2:2 Nelian Lipinski (88.)

Zuschauer: 150

Elfmeterschießen: Dominik Görlich trifft, Paul Hohmann trifft, Moritz Müller trifft, Nils Freudenbrger trifft, Timo Müglich trifft, Petr Kvaca trifft, Lukas Brehl trifft, Mischa Ristic trifft, Markus Schlotzhauer trifft, Julian Rohde trifft, Tobias Müller trifft, Eduard Garaev schießt an die Latte.