FT Fulda wartet bereits fast einen Monat auf die Fortsetzung des eigenen Spielbetriebs – coronabedingt. So weit reicht der der 2:0-Erfolg zum Playoff-Start gegen die Spvgg. Hosenfeld zurück. Das Virus ging auch bei der FT um, sodass auch der Trainingsbetrieb beim Tabellendritten stockte. Apropos Tabelle: Die ist für Trainer Romeo Andrijasevic wenig aussagekräftig: „Die Teams haben unterschiedlich viele Spiele absolviert. Auch wenn Freiensteinau weiter unten steht, möchte ich die Favoritenrolle entschieden von uns weisen.“ Weil der FT-Kader längst 100 Prozent fit sei und Freiensteinau sehr stabil und organisiert auftrete, bezeichnet Andrijasevic das Gastspiel am Donnerstag als „Wundertüte“, das Pendel könne in jede Richtung ausschlagen. Die Jessl-Elf sammelte in der Rückrunde zwei respektable Unentschieden gegen Hönebach und Eiterfeld/Leimbach und hatte zuletzt zwei Wochen Zwangspause.
„Wir haben uns den Punkt in Hünfeld durch eine stabile Defensive und gute Mentalität verdient“, resümiert KBU-Coach Tim Mulfinger nach dem 1:1 vom Sonntag bei der HSV-Reserve. Der Tabellensechste der Playdowns tankte Selbstvertrauen im Kampf gegen den Abstieg. Die schlechte Nachricht: Der Spielertrainer verletzte sich am Oberschenkel: „Es ist noch unklar, ob es sich um eine Zerrung oder einen Faserriss handelt.“ Gegen den TSV Künzell wird der 36-Jährige vermutlich nicht auflaufen können, alte Bekannte müsse Mulfinger von der Seitenlinie aus begrüßen: „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Marco Gaul, Andreas Drews und weiteren Weggefährten aus meiner Vergangenheit.“ Zudem fällt für die KBU-Defensivabteilung Tobias Manns aus. Der TSV Künzell nach dem Sieg gegen die SGOZ vergangene Woche neuer Spitzenreiter der Playdowns, Chancen sieht Mulfinger dennoch: „Alle Teams der Abstiegsrunde spielen auf einem ähnlichen Niveau. Wir haben schon einige tolle Flutlichtspiele in der Vergangenheit gezeigt. Wir gehen das Spiel selbstbewusst an. Ich erwarte ein enges Spiel.“
