Fußball 04.12.2021

Gruppenliga – Teams im Check – FT Fuldas „reine Teamleistung“

Fulda (ke) – Der erste Teil der Saison in der Gruppenliga liegt hinter den Fußballern. Neun Teams, die sich aus den beiden Staffeln qualifiziert haben, bilden die Aufstiegsrunde, zehn die Abstiegsrunde. Bis es soweit ist im nächsten Frühjahr, tun sich Fragen auf: Was tut sich personell? Wie überbrücken die Teams die Winterpause? Wie verlief die „Hinrunde“ mit ihrem speziellen Modus? Wie fällt der Ausblick aus? Welche Entwicklung durchläuft das Team? Als Dritter der nördlichen Staffel kam FT Fulda nach der bisherigen Halbrunde ins Ziel.

Foto: Manfred Völler

Das Personal: „Ich habe noch einen Eineinhalbjahres-Vertrag“, stellt Romeo Andrijasevic klar. Seit 2013 ist er Trainer bei FT Fulda. Größter Erfolg des Coaches, der einst mit Mayk Tomic ein gefährliches Sturm-Duo bei Germania Fulda bildete: der Aufstieg mit FT in die Gruppenliga im Jahre 2018. „Wir haben keine externen Spieler-Zugänge für den Winter geplant“, ergänzt der Coach.

Der Rückblick: Auf Platz drei kam sein Team nach dem ersten Teil der Saison der Nord-Staffel ein – 29 erzielte Tore sind ordentlich, 18 erhaltene noch bemerkenswerter. 30 Punkte sammelte FT in 18 Spielen, ein Drittel davon nimmt es mit in die Playoffs. „Für unsere Möglichkeiten haben wir das absolute Maximum herausgeholt. Es ist mit das erfolgreichste Ergebnis, seitdem ich Trainer bei FT bin.“ Spielerisch ginge deutlich mehr, sagt Andrijasevic, „bedingt durch das zwei lange Corona-Pausen und der kurzen Vorbereitung konnten wir nicht von einem fitten Zustand sprechen. Das haben wir aber gewusst. Wir haben versucht, kraftsparenden Fußball zu spielen und uns auf das Minimale, die Basics zu konzentrieren. Das hat uns Stabilität gegeben.“ Nein, Spektakel war bei den Spielen nicht zu sehen, dafür begleitete Effektivität die Partien. „Niemals war Polen offen“, wirkt der Coach stolz.
Als „reine Teamleistung“ sieht er das Auftreten an, „das haben die Jungs verstanden“.

Der Ausblick: „Andere Mannschaften haben vielleicht schöner oder attraktiver gespielt als wir, aber wir können die Playoffs entspannt antreten“, freut sich Andrijasevic. Ergebnisse seien jetzt Nebensache, „jetzt kommt die Phase für Spielereien oder eine Systemumstellung.“ Änderungen seien, auch im Hinblick auf die neue Saison, möglich. „Wenn irgendetwas davon in die Hose geht, tut es uns nicht weh.“

Die Entwicklung: Stellvertretend für die positive Entwicklung nennt er zwei Spieler: Kapitän Christian Auth und Florian Möller, die vor einigen Jahren vom unterklassigen TV Neuhof kamen – beide hätten sich zu echten Persönlichkeiten entwickelt. Hinzu stießen höherklassig Erfahrene wie Jan-Henrik Wolf oder Paul Hohmann. Stabilität, Cleverness, Ruhe und Abgezocktheit verbindet der Trainer mit ihnen. FT sei ein spezieller und etwas anderer Verein als viele in der Umgebung. Ein großes Ziel sei es, im März oder April endlich eine Mannschaftsfahrt nach Malaga in Angriff zu nehmen – der hohe Anteil an Spaniern bei FT ist bekannt, und wegen Corona war sie in den beiden letzten Jahren nicht möglich. Und was mit Andrijasevics Zukunft? „Solange Trainer und Vorstand eine Sprache sprechen, Sachen richtig einschätzen, Visionen haben, die in dieselbe Richtung gehen, spricht nichts dagegen, seine Arbeit fortzusetzen.“ Zumal es ihm Spaß mache.