Der FVH war in der vergangenen Runde, die wegen der Corona-Pandemie nach zwölf Spieltagen abgebrochen wurde, Zweiter. Zu den Aussichten in der bevorstehenden sagt Trainer Matthias Wilde jedoch: „Wie für alle Vereine ist das ein bisschen wie eine Wundertüte. Kein Verein hat eine normale Vorbereitung gehabt.“ Dabei verliefen die Testspiele für den FVH „gar nicht so schlecht. Wir konnten einiges von dem umsetzen, was wir wollten“, urteilt der Coach. Sein Team startet am Sonntag im Derby in Petersberg. „Dass man einen guten Start hinlegen muss, wissen alle. Ich hoffe, dass wir einigermaßen komplett sind“. Wilde stehen Mark Zentgraf (Sprunggelenksverletzung), Tim Lübeck (Urlaub) und Askin Savran nicht zur Verfügung. Der FV Horas sieht nach dem Auftakt-Derby in Petersberg einem Heimspiel-Doppelpack gegen Aulatal und Hünfeld II entgegen, Petersberg startet in die Derby-Wochen, in denen noch FT und Künzell warten.
Er halte von der Einschätzung, die Nord-Gruppe sei stärker als der Süden, nichts – das verrät Bronnzells Trainer Jens Keim. „Es weiß niemand, wo er steht, Viele haben Probleme. Wer wirklich stärker ist, wird sich erst noch herauskristallisieren. Für uns gilt das Gleiche.“ Er glaube, fügt Keim an, dass sein Team „viel gemacht habe“ in der Vorbereitung. „Für jeden Verein ist ein guter Start wichtig. Man muss vom ersten Moment an hellwach sein.“ Auch die Vorbereitung könne man nicht zum Maßstab nehmen, da keine Mannschaft mal mit der Besetzung gespielt habe, wie sie sich das vorstelle. Die Viktoria tritt in ihrem ersten Spiel am Sonntag in der heimischen Heppeau im Derby gegen den TSV Künzell an. „Künzell hat sich gut verstärkt und am vergangenen Wochenende zweimal gewonnen“, mahnt Keim. Von Favoriten könne man nicht sprechen – auch in Gruppe 1 nicht, der Bronnzell, Sechster der letztjährig abgebrochenen Corona-Runde, zugeordnet ist. Keim erinnert daran, dass nach der ersten zweier Corona-Pausen auch plötzlich kampfstarke Mannschaften vorn waren.
Nüchtern betrachtet Romeo Andrijasevic die Situation vor den ersten Spielen um Punkte nach der zweiten und langen Corona-Pause. Auf die Frage, ob sein FT Fulda unter die ersten Fünf komme, antwortet er: „Hut ab vor denen, die sagen, dass sie unter die ersten Fünf kommen. Meiner Meinung nach geht‘s ums Überleben.“ Es gehe einzig und allein darum, Woche für Woche eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu bekommen. „Diese Vorbereitung war sehr speziell. Mit einem knackigen Spielplan.“ Der sieht bis Anfang November 18 Spieltage vor, davon vier Doppel-Spieltage. Wie die Vorbereitung verlaufen sei? „Ich war froh, dass ich überhaupt elf Spieler hatte“, sagt Andrijasevic, „in den allermeisten Fällen noch nicht mal elf aus dem Kader der ersten Mannschaft“. Während FT zum Saisonauftakt am Sonntag nach Eiterfeld reisen muss (17 Uhr), darf sich das Team von der Magdeburger Straße eine Woche später am ersten Doppel-Spieltag auf einen Heimspiel-Doppelpack freuen: Am Freitag ist Petersberg im Tür-an-Tür-Derby zu Besuch, am Sonntag kreuzt Hünfelds Zweite auf.
Auch der ESV Hönebach, das Überraschungsteam des Vorjahres, mischt logischerweise im Norden mit und startet am Sonntag (15.30 Uhr) zuhause gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach und Neu-Coach Stefan Huck. Die SG Aulatal – vor zwei Jahren top, vergangenes Jahr hingegen unten drin – startet gegen die HSV-Reserve in die neue Saison.
Der Modus: Nur, dass die 19 Teams zunächst in Hin- und Rückspielen gegeneinander antreten, ist noch einigermaßen gewohnt. Sie tun das aber in ihren Staffeln, also im Norden 18 Spiele und im Süden 16 Spiele für jeden. Dann qualifizieren sich die ersten Fünf der Gruppe 1 und die ersten Vier der Gruppe 2 für die Aufstiegsrunde – allenthalben „Playoffs“ genannt. Diese neun Mannschaften spielen einen Aufsteiger in die Verbandsliga aus. Den anderen Teil der 19 Vereine trifft es hart. Sie müssen in die Abstiegsrunde – auch „Playdowns“ genannt. Das betrifft zehn Mannschaften, die nur ein Ziel haben: dem Abstieg in die Kreisoberliga zu entgehen. Fünf müssen runter – kommt ein Absteiger der Region Fulda aus der klassenhöheren Verbandsliga hinzu, sind es gar sechs Absteiger aus der Gruppenliga.
Gruppenliga Gr. 1
Sonntag
15.30 Uhr
Petersberg – Horas
Bronnzell – Künzell
Hönebach – Elters/Eckweisbach/Schwarzbach
Aulatal – Hünfelder SV II (in Oberaula)
17 Uhr
Eiterfeld/Leimbach – FT Fulda (in Eiterfeld)
