Fußball 09.11.2018

Gruppenliga - Stadtderby bei FT - Kerzell will nachlegen - Kellerduell

Osthessen (fs) – Fernab der Topspiele in Eckweisbach und Schlüchtern hat es der letzte reguläre Spieltag der Fußball-Gruppenliga vor der Winterpause nochmal richtig in sich: Im Fokus stehen das Stadtderby zwischen FT Fulda und der Bronnzeller Viktoria am Samstag (16 Uhr), das Derby zwischen der Spvgg. Hosenfeld und Großenlüder am Sonntag (14.30 Uhr) sowie das Kellerduell in Rothemann.

Foto: Christine Görlich

 

FT Fulda – Bronnzell (Samstag; 16 Uhr)

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen vor dem Stadtderby kaum sein: Hier die Turner, die als Aufsteiger eine starke Vorrunde spielten und mit einem Sieg mit dann 26 Punkten ganz beruhigt Weihnachten feiern könnten. Dort die Viktoria, die seit Wochen große Personalprobleme hat, sich mit dem Sieg gegen die Festspielstadt allerdings etwas befreien konnte, dennoch aktuell nur auf Rang zwölf liegt. Dennoch sind jetzt vor allem die Gastgeber in der Pflicht, findet Trainer Romeo Andrijasevic: „Wir hatten jetzt in Schwarzbach einen richtigen Ausrutscher. Das Gute ist, dass das nicht das letzte Spiel war, sondern das vorletzte und wir dementsprechend nochmal die Möglichkeit haben, da eine Reaktion zu zeigen“, betont der FT-Coach, der neben Jan Schäfer (Muskelfaserriss) voraussichtlich auch auf Jose Alberto Santiago Marmol (Schulter) verzichten muss. Im Hinspiel Anfang August gab es eine 1:2-Niederlage in Bronnzell, da danach im Clubhaus eine Faschings-Warm-Up-Party stattfindet, sollen diesmal die Punkte allerdings an der Magdeburger Straße bleiben. „Das wäre natürlich schön, aber in der Gruppenliga sind wir nicht bei wünsch dir was, sondern bei so ist es“, weiß Andrijasevic, dass das alles andere als ein Selbstläufer wird.

 

Petersberg – Kerzell (Samstag; 14.30 Uhr)

„Wir sind mittlerweile deutlich stabiler“, weiß RSV-Coach Jürgen Krawczyk – mittlerweile verteidigen die Petersberger viel höher und halten den Gegner so weit vom Tor weg, zudem gab es aus den letzten fünf Spielen immerhin acht Punkte, die Ergebnisse stimmen also auch so langsam, auch wenn der RSV am heimischen Waidesgrund zuletzt zweimal in Folge 1:1 spielte. „Es wäre natürlich schön, wenn wir zum Abschluss einen Sieg landen würden. Dann hätten wir 23 Punkte und könnten lockerer in die Pause gehen“, hofft Krawczyk, dessen Team dann auch definitiv auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern würde. Allerdings konnten die Gäste zuletzt drei Siege in Folge landen und sind mittlerweile punktgleich mit dem Verbandsliga-Absteiger aus Petersberg. „Auch wenn Kerzell zuletzt viel gepunktet hat und gut in Schuss zu sein scheint: Ich bin optimistisch, dass uns das gelingt. Es wird schwer, aber wir können gewinnen“, beton Krawczyk, der wieder auf den zuletzt beruflich verhinderten Adrian von Pazatka zurückgreifen kann. Andreas Brzoza, Adrian Bleuel und Florian Bott fehlen weiterhin verletzt.

„Das ist nochmal ein sehr wichtiges Spiel für uns“, betont wiederum Kerzells Trainer Michael Jäger, dessen Team sich mit drei Siegen in Folge aus dem Tabellenkeller befreit hat. „Wir wollen auf jeden Fall auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern, das ist ein prima Anreiz“, verdeutlicht Jäger. Nach drei Siegen in Folge stehen mittlerweile 20 Punkte zu Buche, entsprechend weiß der SGK-Coach: „Wenn wir jetzt in Petersberg nochmal etwas holen sollten, können wir schön Weihnachten feiern. Dann hätten wir ein klasse Jahr 2018 gespielt.“ Die Aufgabe am Waidesgrund hat es allerdings in, mahnt der DFB-Stützpunkttrainer: „Ich habe Petersberg gegen Großenlüder gesehen, das wird ein offenes, spannendes Spiel werden“, ist sich Jäger sicher, der jedoch dank der zuletzt starken Leistungen optimistisch auf das letzte Spiel vor der Winterpause blickt: „Wir wollen einfach genauso spielen wie zuletzt auch, selbstbewusst an die Sache rangehen, unsere Leistung abrufen. Wir wollen wenig zulassen, Spaß haben und ordentlich Fußball spielen.“ Verzichten muss die Helvetia allerdings weiterhin auf Sebastian Heiner, Sascha Heil, Tom Schnopp und Keeper Dennis Bolz.

 

Rothemann – Schlitzerland (Sonntag; 14.30 Uhr)

Der TSV Rothemann steht mit vier Punkten weiterhin abgeschlagen auf dem letzten Platz, könnte mit einem Sieg im Heimspiel gegen den Vorletzten SG Schlitzerland am Sonntag (14.30 Uhr) allerdings den Rückstand auf die SGS auf immerhin neun Zähler verkürzen. „Wir wissen, dass es nicht mehr realistisch ist, die Klasse zu halten, aber wir wollen uns wenigstens ordentlich verabschieden und deshalb auch vor dem Jahresabschluss nochmal gewinnen. Das ist das letzte Heimspiel vor der Winterpause, dazu gegen eine Mannschaft, die auch unten steht. Wir müssen und wollen gewinnen“, macht Spielertrainer Murat Anli klar, der beim Auftritt gegen Thalau vor Wochenfrist viel Positives sah: „Das sah gerade in der ersten Halbzeit nicht schlecht aus, da kann man der Mannschaft gar nichts vorwerfen. Wenn wir da an die erste Halbzeit anknüpfen können und endlich mal das Tor treffen, können wir gegen Schlitzerland auch gewinnen.“ Gut für den TSV: Maurizio Bohl ist nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigt, allerdings sind Tayfun Dahan und James Sauer noch angeschlagen.

 

Hosenfeld – Großenlüder (Sonntag; 14.30 Uhr)

Auch im Westen findet ein Derby statt, auf das sich beide Seiten natürlich wie Bolle freuen. Die Gäste sind seit dem Trainerwechsel noch ungeschlagen und wollen das auch am Sonntagabend noch bleiben, zudem will das Team von Adrian Giemza und Sascha Hasenauer Revanche für die 0:2-Niederlage im Hinspiel nehmen. Die Spvgg. holte allerdings zuletzt ebenfalls sieben Punkte in Folge und ist zuhause seit vier Spielen ungeschlagen.

 

 

Gruppenliga

 

Samstag

14.30 Uhr

Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – Ehrenberg (in Eckweisbach)

Künzell – Festspielstadt Hersfeld

Petersberg – Kerzell

Thalau – Oberzell/Züntersbach

Schlüchtern/Elm – Bad Soden (in Schlüchtern)

16 Uhr

FT Fulda – Bronnzell

 

Sonntag

14.30 Uhr

Rothemann – Schlitzerland

Hosenfeld – Großenlüder