Offenbach lauerte von Beginn an auf Konter, durch schnelle Tore von Drilon Arapi und Moreno Schwab führten die Löwen jedoch früh mit 2:0 und konnten durch ein Eigentor sogar auf 3:0 erhöhen. In der intensiven Begegnung, in der beide Teams schon nach zehn Minuten jeweils fünf Fouls zu Buche stehen hatten, brachte Cino Schwab die Löwen dann mit 4:1 in Führung, Portugues konnte jedoch verkürzen.
Eine unschöne Szene Mitte der ersten Halbzeit sorgte für Aufruhr: Nachdem Portugues Spieler Cociu den Pfosten traf, kam Löwen-Keeper Rene Scheidemantel mit der linken Hand zuerst an den Ball und Cociu zog ohne Rücksicht auf Verluste knallhart durch. „Unverständlich, dass in dieser Situation der unser die Gelbe Karte sah, nachdem es eine kleine Rudelbildung gab und der Übeltäter ohne Karte davon kam“, sagte Agovic. Eine Röntgenuntersuchung am Sonntag ergab einen Kapselriss im kinken Mittelfinger. In der Halbzeit wurde der Finger mit einem Tape stabilisiert.
Nachdem Portugues auf 4:3 herankam, zogen die Löwen wieder an und gingen erneut durch Cino Schwab und Drilon Arapi mit 6:3 in Führung. „Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch zwölf Minuten zu spielen und wir sahen wir der klare Sieger aus. Unverständlicherweise luden wir den Gegner durch individuelle Fehler zu Toren ein. Erst vertändelten wir den Ball als letzter Mann und dann kullerte noch ein Schuss durch die Beine des Keepers zum 6:5“, haderte Agovic.
Als dann sofort das 6:6 fiel, kamen die Löwen kaum noch zu ihrem Spiel. „Drei Tore in zwei Minuten dürfen uns einfach nicht passieren“ , sagte ein enttäuschter Trainer Agovic, der kritisierte: „Wir haben unsere Angriffe einfach nicht sauber ausgespielt und waren in der Rückwärtsbewegung einfach zu langsam, sodass Portugues dann das erste Mal im Spiel in Führung ging. Plötzlich stand es 6:7 und es folgte das 6:8.“
Zu diesem Zeitpunkt waren noch etwa drei Minuten zu spielen. Die Löwen stellten auf Flying Goalkeeper um und verkürzten durch einen weiteren Zehn-Meter-Schuss von Cino Schwab auf 7:8. Sie blieben weiterhin beim Flying Goalkeeper und 45 Sekunden vor Ende wäre fast der Ausgleich durch Adam Agovic gefallen, aber sein Schuss landete leider nur an der Latte. Ein Schuss auf das leere Tor besiegelte dann die zweite Saisonniederlage für die Schlüchterner. „Wir hatten eigentlich bis zwölf Minuten vor Schluss das Spiel im Griff und haben durch eigene Fehler dem Gegner zum Sieg verholfen. Die Meisterschaft zu holen liegt somit nicht mehr in unserer Hand und wir müssen auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Der Relegationsplatz muss unser Ziel sein und dafür werden wir alles tun“, versprach Agovic, der zuversichtlich ist, schnell Ersatz für den verletzten Keeper Rene Scheidemantel zu finden: „Wir haben da schon jemand im Kopf und sind guter Dinge, dass er beim nächsten Spiel schon für uns auflaufen wird.“
