Seit November 2015 werde der Verein von Hochschul-Mitarbeitern in eine Ecke gedrängt, die laut Andreas Beck, dem Vorsitzenden des Südends, nicht zumutbar sei. Austausch-Studenten aus Eritrea hätten damals die Kostümierung massiv kritisiert - sowohl die Uniform als auch die „Neger“-Verkleidung. Daraufhin habe es ein Gespräch mit den Hochschulmitarbeitern gegeben, in dem Beck aufgefordert worden war, das Konzept des Vereins von Grund auf zu ändern. Ansonsten, so die damalige Ankündigung, würde man gegen den Verein vorgehen. „Dies wurde dann auch am Rosenmontag 2016 von ihnen getan. Sie haben Flyer mit der Aufschrift ‚Karneval ohne Rassismus‘ verteilt“, so Beck: „Nachdem es ein paar Monate ruhig um die Gruppe geworden war, haben sie vor zwei Wochen zum nächsten Schlag gegen uns ausgeholt. Sie haben unsere Sponsoren angeschrieben. Sie sollen doch mal darüber nachdenken, ob sie einen rechtsradikalen Verein weiter unterstützen wollen. Das geht so nicht.“ So hätten die Hochschul-Mitarbeiter auch behauptet, dass Mitglieder des Südends körperliche Gewalt gegen sie angewandt hätten. „Das sind Anschuldigungen, die stimmen einfach nicht“, betont Beck: „Wir sind weder rechtsradikal noch faschistisch. Wir akzeptieren alle Menschen dieser Erde und gehen mit ihnen respektvoll um. Unsere Tür des Vereins steht für jeden offen. Das einzige, was wir machen wollen, ist die Foaset feiern. Wir finden es eine Frechheit, uns diese Sachen zu unterstellen.“ Trotz des Unverständnisses über die Anschuldigungen, die es in 78 Jahren erstmals gab, hat das Südend vor Beginn der Kampagne bereits reagiert. So gibt es nun keinen „Neger“ mehr. „Da habe ich kein Problem mit, da kann man drüber reden“, so Beck: „Wir werden unsere Uniform aber nicht ändern und auch der Schlachtruf bleibt.“
Auch Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld steht hinter dem Südend. Bei der Matinee am Sonntag sagte der Schirmherr der Fuldaer Foaset: „Unsere Fasching in Fulda ist Kultur pur, das lassen wir uns nicht verderben und auch das Südend steht für eine lange Tradition. Wem die Helme nicht gefallen, dem sag ich zur Warnung, ihr habt von der Foaset keine Ahnung“, so Wingenfeld, der für diese Worte viel Applaus erhielt.
