„Es war ein wirklich gutes Jahr“, so Röhner zufrieden. Durch die Insolvenz der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG ist ein großer Mitbewerber weggefallen und die Position von R+S sei damit nochmal gestärkt worden. „Wir gehören zu den Top 5 in Deutschland“, meint Röhner und fügt an: „Der Markt ist sehr in Bewegung. Die Situation ist gut und die Auftragsbücher sind voll.“ R+S sei in allen sieben Unternehmensbereichen gut aufgestellt. „Ich bin, was die Zukunft angeht, sehr positiv eingestellt“, betont Röhner und fügt an: „Unsere Positionierung ist sehr gut.“ So wurden in München, Kassel und Hannover drei neue Niederlassungen mit eigenen Büros und Mitarbeitern angesiedelt. Stuttgart, Schweinfurt, Wismar und Bremerhaven sollen folgen.
Laut Röhner wachse der Markt unter anderem durch den Bauboom und energetische Rahmenbedingungen. Im Gegenzug nehme aber die Anzahl der am Markt verfügbaren möglichen Mitarbeiter ab. Gegen diesen Trend hat das Fuldaer Unternehmen aber längst etwas getan und unter anderem Sprach- und Weiterbildungszentren in Serbien, Polen, Ungarn, Kroatien und Bosnien errichtet. Mit Mitarbeitern aus Serbien konnte so unter anderem der Standort in Remscheid aufgebaut werden. „Das läuft alles hervorragend“, betont der Unternehmer. Das Projekt mit Serbien läuft bereits seit zwei Jahren, im vergangenen Jahr kamen die vier weiteren Standorte hinzu. „Das ist schon eine Herkules-Aufgabe“, so Röhner über die organisatorische Abwicklung. Zudem wurde in Remscheid ein neues Gebäude gekauft, das im Juni bezogen wird. In Hamburg ist man auf der Suche nach einer Immobilie, an der alle Bereiche, die aktuell an drei Adressen zu finden sind, zukünftig gebündelt werden können. Die Verhandlungen laufen, aber dort sei es aktuell sehr schwer, eine Immobilie oder ein Grundstück zu finden.
Zu den Projekten von Markus Röhner zählt auch die Übernachtungsmöglichkeit „Montago“. Dort können Monteure, Pendler oder einfach Personen, die einen Trip in die Barockstadt machen, unterkommen. In der Flemingstraße 11 in Fulda wird ein Ort geschaffen, an dem günstiges Wohnen zu flexiblen Zeiten möglich ist. Schließlich kann eine unterschiedliche Aufenthaltsdauer gewählt werden. Das Konzept gibt es auch in Hanau (62 Betten), Mannheim (43 Betten) und Nürnberg (neun Betten). Anfang Juni sollen die 41 Zimmer mit 114 Betten dann auch in Fulda freigegeben werden. Dort wird es neben Einzel- und Doppelzimmern auch Apartments geben. „Das Konzept ist gut“, sagt Röhner und ergänzt „Der ursprüngliche Gedanke war, unsere eigenen Monteuren eine Unterkunft zu bieten, aber der Bedarf nach günstigen Zimmern ist generell sehr groß, daher haben wir das Konzept erweitert.“ Eigentlich wollte Röhner in diesem Jahr jeweils 4,5 Millionen Euro in ein Logistik- und Dienstleistungszentrum sowie Verwaltungsgebäude investieren. Doch aus beiden Projekten wird zumindest in Fulda erstmal nichts. „Das Logistik- und Dienstleistungszentrum ruht im Moment“, erzählt Röhner. Aktuell sei das Unternehmen noch am Sortieren und Suchen nach einem anderen Standort. Verhandlungen laufen aktuell noch mit Hanau, Mannheim und Mainz. Etwas schwieriger gestalte sich die Umsetzung des Verwaltungsgebäudes. „Wir kommen hier an unsere räumlichen Grenzen“, erklärt der Unternehmer. Ein weiterer Ausbau sei in Fulda nicht möglich. Die Baugenehmigung, die vorliege, reiche nicht für ein ausreichend großes Gebäude aus.
Röhner: Fusion von Borussia Fulda und dem TSV Lehnerz positiv
Den Verlauf der aktuellen Saison für die erste Mannschaft von Borussia Fulda bewertet der Beiratsvorsitzende positiv. Bitter sei allerdings die Tatsache, dass alle vier vorhandenen Stürmer ausgefallen sind. Laut Röhner seien dadurch rund zehn Punkte verloren gegangen. „Wir stehen aber oben dabei. Der zweite Platz ist in Schlagdistanz, wenn wir gut in die Rückrunde kommen“, meint Röhner. Insgesamt laufe die Arbeit mit Trainer Thomas Brendel und Sportdirektor Martin Hohmann sehr gut. „Der Verein hat sich gut entwickelt“, freut sich Röhner, der weiter an dem bestehenden Konzept festhalten möchte. Das klare Ziel sei nach wie vor der Aufstieg in die Regionalliga. „Das wird in Zukunft nur gehen, wenn wir eine gemeinsame Lösung mit Lehnerz finden“, betont der Beiratsvorsitzende. Gemeinsam mit dem TSV müssten Kräfte gebündelt und ein Konzept aufgestellt werden. „Ich sehe das sehr positiv“, so Röhner, der vor allem die Vereinsarbeit in Lehnerz lobt.
