Vertreter der Truppenübungsplatzkommandantur Wildflecken und des dortigen Gefechtsübungszentrums, der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und der Bundespolizei bis hin zu Vertretern der örtlichen Vereine und der Kommunalpolitik folgten der Einladung der Gersfelder Reservisten. Der Kommandeur stellte sein Landeskommando zunächst als Bindeglied zwischen Bundeswehr und ziviler Verwaltung vor. Immer wenn Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk (THW) auf schweres Gerät der Bundeswehr zurückgreifen müssen, ist das Landeskommando Ansprechpartner. Dort führen die Fäden auch zu den US-Streitkräften in Hessen oder zu den örtlichen Kreisverbindungskommandos (KVK), die beispielsweise die Bundeswehreinsätze im Hochwassereinsatz koordinieren. Mit zwei gut ausgebildeten Regionalen Sicherungs- und Unterstützungs-Kompanien (RSU Kpn), verstärkt und sichert die Reserve im Großschadensfall die Durchhaltefähigkeit der zivilen Rettungskräfte. Erlebbar wird das aktuell im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise: Die Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit werden in Deutschland beispielhaft gemeistert – auch unter starker Einbindung ehrenamtlicher Helfer. Das gilt im Fall der Bundeswehr für die vielen Soldaten der Reserve, die sich vor Ort einbringen – ob es nun um den Bau von Unterkünften, die medizinische Erstbetreuung oder die Registrierung der Asylbewerber geht.
Für die osthessischen Soldaten der Reserve ist jeder Besuch von General Klink motivierend. Er ist oft in der Region und bekannt für seine Verbundenheit mit der Reserve. Dabei nutzt er die Besuche immer auch, um seine osthessischen Soldaten der Reserve in Ausbildung, Einsatz und sicherheitspolitischer Bildung zu erleben und ihnen Ansporn und Unterstützung zur Bewältigung jeder Lage zu vermitteln. So bot der Abend in Gersfeld gleichzeitig einen würdigen Rahmen für Ehrungen: Gefreiter der Reserve (d.R.) Stefan Richter (Mitglied der RK Gersfeld) und Brigitte Kirchner (langjährige Verantwortliche für Schriftführung der RK Gersfeld) wurden von Oberstleutnant d.R. Carsten Trinks als Vorsitzendem der Kreisgruppe Osthessen des Reservistenverbandes für ihre langjährige Treue und Verdienste um die Reservistenarbeit und ausgezeichnet.
Im Reservistenverband kann jeder mitmachen
Der Reservistenverband hat einen parlamentarischen Auftrag - das macht ihn einzigartig in Deutschland. Mehr als 50 Jahren engagieren sich Soldaten der Reserve freiwillig für die Sicherheit des Landes. Reservisten der Bundeswehr leisten unverzichtbare Beiträge für die Streitkräfte im Inland und unterstützen sie freiwillig bei ihren Einsätzen im Ausland. „Tu was für Dein Land!“ – Das ist die Motivation. Der Reservistenverband steht für Heimat, Sicherheit und Zusammenhalt. Als Mittler für die Bundeswehr in der Gesellschaft bildet der Verband Reservisten aus und unterstützt die Truppe als loyaler Partner. Die stetige Verkleinerung der Bundeswehr erfordert eine stärkere Reserve. So vielfältig das Engagement auch ist – gemeinsamer Nenner ist das Gemeinwohl der Gesellschaft und die Bereitschaft, diese Werte zu verteidigen und zu schützen. Die rund 3000 Reservistenkameradschaften sind dabei der wichtigste Ort, an dem Reservistenarbeit praktisch umgesetzt und gelebt wird. Jeder bringt sich nach seinem Können und seinen Fähigkeiten ein und wird von Kameradschaft getragen. Jeder kann sich in seinem Heimatort engagieren. Der Reservistenverband steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Militärisch nutzbare zivile Qualifikationen werden anerkannt und für die Verwendung berücksichtigt. Reservisten leisten einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Landes und erwerben dabei Kenntnisse und Fertigkeiten, die ihre Kompetenz im Berufsleben erweitern und letztlich auch für ihren Arbeitgeber Vorteile bringen. Interessenten können sich an Stefan Mahr, E-Mail Stefan.Mahr@vdrbw.de, wenden.
