Lokales 27.11.2015

Buch zum Sternenpark Rhön erschienen – Präsentation im Landratsamt

Fulda (hg/oz) – Der Sternenpark Rhön hat bereits in seinem ersten Jahr eine große Akzeptanz erreicht und macht die Rhön auch über die Region hinaus bekannt. Doch was ist ein Sternenpark und wofür ist er gut? – Diese Fragen greifen Dr. Mathias R. Schmidt und Sabine Frank in ihrem Buch „Sternenpark Rhön – Warum der Schutz der Nacht Menschen und Natur so gut tut“, das sie am Freitag in der Kreisverwaltung vorstellten, auf.

Von links: Bernd Woide, Sabine Frank und Dr

Mathias R

Schmidt

Fotos: Hannah Günther

„Sterne gibt es überall, aber man kann sie unterschiedlich intensiv wahrnehmen und in der Rhön geht es besonders gut“, sagte Landrat Bernd Woide. Für das Biosphärenreservat Rhön sei die im Sommer 2014 erteilte Auszeichnung als Sternenpark eine weitere Aufwertung. „Er hat seinen Platz hier nicht ohne Grund gefunden, es gibt enge Parallelen zwischen den beiden“, meint Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats. „Der Grund für das Buch war ursprünglich ein bisschen traurig. Bei meinen Vorträgen bin ich oft gefragt worden, wo man etwas nachlesen könnte, doch es gab nichts Regionales“, erläuterte Frank, die aus ihrem Hobby der Astronomie ihren Beruf gemacht hat und als Koordinatorin des Sternenparks beim Landkreis angestellt ist. „Wir wollen als Team mit diesem Buch noch ein paar Impulse geben“, meinte Schmidt. Der Sternenpark ist etwas seltenes, in der ganzen Welt gibt es erst neun solch strenger Schutzgebiete. Ziel ist nichts Geringeres als die Bewahrung der natürlichen Dunkelheit. Diese ist nämlich wichtig für das Wohlergehen von Menschen Tieren und Pflanzen.

Das Buch erzählt in acht Kapiteln die Geschichte des Sternenparks, beschreibt die Auswirkungen von künstlichem Licht auf Mensch, Flora und Fauna, benennt die Herausforderung, erläutert wie jeder zum Schutz der Nacht beitragen kann, nimmt mit auf eine inspirierende astronomische Zeitreise und berichtet auch über einen Planetoiden namens „Rhön“, von dem viele noch nie etwas gehört haben dürften. Das Buch zeigt auf, wo hier in Osthessen der Sternenhimmel besonders eindrucksvoll erlebt werden kann, beschreibt die blaue Stunde und enthält auch vier große Karten vom Sternenhimmel der nördlichen Hemisphäre im Lauf der Jahreszeiten. Gut nachvollziehbar und mit zahlreichen Illustrationen und diversen Selbstchecks geben die Autoren einen fundierten Überblick über die Player im Sternenpark Rhön: Die Gebietskörperschaften und Kommunen, die Bürger und Gewerbetreibenden und nicht zuletzt die regionalen Energieversorger. Sie alle, jeder auf seine Weise, tragen zum Erfolg des Sternenparks bei, wenn sie in der Nacht künstliches umweltgerecht einsetzen. Das gelingt schon recht gut, sonst hätte die Rhön nicht den Status „Sternenpark“ erhalten. Aber Gutes kann man immer noch besser machen. Das Buch entstand in Kooperation mit der ARGE Rhön sowie dem Biosphärenreservat Rhön und wurde von der Stiftung der Sparkasse Fulda unterstützt. Die Einführung schrieb die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz Professor Dr. Beate Jessel.