„Ich freue mich, dass sich 155 hessische Schulen mit zukunftsweisenden Themen wie Klimaschutz, Wasser, Ressourcen, Naturschutz, Wald, Biodiversität, Nachhaltigkeit oder Ernährung auseinandergesetzt und nachhaltige Projekte ins Leben gerufen haben“, betonte Umweltministerin Hinz bei der Übergabe der Urkunden an die Umweltschulen in der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda. Die Auszeichnung gilt für zwei Jahre, innerhalb derer die nachhaltigen Projekte in den Schulen umgesetzt werden. Die Aktivitäten der Schulen sind dabei vielfältig. Während die Rabanus-Maurus-Schule das Naturverständnis der Schüler durch das Anlegen eines Schulteiches und Aktionen zur artgerechten Tierhaltung erweitert, greifen andere Schulen unter anderem die biologische Vielfalt und die Frage auf „Was wächst auf unseren Wiesen?“. Oder setzt sich mit dem verantwortungsvollen Umgang mit elektronischen Kommunikationsgeräten, wie dem Handy, auseinander und stellt dabei die Stoffkreisläufe in den Vordergrund.
Die gemeinsame Ausschreibung „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ des Hessischen Umweltministeriums und des Hessischen Kultusministeriums hat bereits eine 15-jährige Tradition. Sie wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission als „Offizielle Maßnahme der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Schulen aller Schulformen nehmen an der Ausschreibung teil. „Wir würdigen damit die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung“, betonte Dr. Manuel Lösel, Staatssekretär im Kultusministerium. Die Schulen werden hierbei von hessischen Umweltbildungszentren und einer zentralen Landeskoordination unterstützt. Wegen der hohen Beteiligung der hessischen Schulen werden die Auszeichnungsveranstaltungen jährlich wechselnd in Nord- und Südhessen durchgeführt.
Durch die Unterstützung der Schulen, werden Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von Kompetenzen, zu einer nachhaltigen Lebensgestaltung unterstützt. Ziel ist es zu lernen, aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuarbeiten. So sollen alle Menschen ihre Bedürfnisse so befriedigen, dass auch zukünftige Generationen ihr Leben entsprechend gestalten können. Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, der Klimaschutz und der sorgsame Umgang mit endlichen Ressourcen seien laut Hinz dabei wesentliche Elemente. Besonders die Umweltschulen in Hessen bemühten sich darum einen umfassenden und praxisnahen Einblick in die Zusammenhänge zu vermitteln und zeigten eigene Handlungsmöglichkeit auf. Das Programm „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ sei deshalb ein wichtiger Bestandteil im Maßnahmenplan der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen, die ebenfalls den Untertitel „Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ trage.
Derzeit engagieren sich in Hessen alle 155 Umweltschulen mit zahlreichen innovativen Projekten. „Die Zusammenarbeit mit regionalen Bildungszentren und die Vernetzung der Umweltschulen in Hessen bilden einen Anreiz, die eigene Praxis weiter zu entwickeln und weitere Schulen zu motivieren, sich dieser Zukunftsaufgabe zu stellen“, so Staatssekretär Dr. Lösel. Die Urkundenübergabe wurde feierlich mit Musik begleitet und alle Schulen hatten die Möglichkeit ein Foto als Andenken mit Lösel und Hinz zu schießen.
Folgende 18 Schulen aus Osthessen wurden als „Umweltschule 2014“ ausgezeichnet:
Schulname PLZ Ort
Grundschule Aulatal 36275 Kirchheim
Tannenberg Schule 36214 Nentershausen
Berufliche Schulen 36251 Bad Hersfeld
Osterbachschule 34576 Homberg
Erich-Kästner Schule 34576 Homberg
Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule 34576 Homberg
Jakob-Grimm Schule Förderstufe 36199 Rotenburg
Jakob-Grimm-Schule 36199 Rotenburg
Blumensteinschule 36208 Wildeck-Obersuhl
Brüder-Grimm-Schule 36041 Fulda
Marienschule 36037 Fulda
Rabanus-Maurus-Schule 36037 Fulda
Oberwaldschule 36355 Grebenhain
Anne-Frank-Schule 36129 Gersfeld
Ulstertal-Schule 36115 Hilders
GS- Thalau 36157 Ebersburg
Rhönschule 36129 Gersfeld
Otto-Lilienthal-Schule 36129 Gersfeld
Grimmelshausen-Gymnasium 63571 Gelnhausen
