Lokales 21.05.2014

Fuldaer Student Gian Bhogal sechs Wochen als Freiwilliger in Kenia

Fulda/Nairobi (oz/jg) – Er brachte den Kindern eines Heimes Englisch und Mathe bei und verbrachte seine Freizeit mit ihnen. Sechs Wochen lang arbeitete Gian Bhogal, der in Fulda studiert, als Freiwilliger in Nairobi.

„Im Sommer fahre ich auf jeden Fall zurück nach Afrika“, das hat sich der 21-Jährige aus Rödermark fest vorgenommen, nachdem er im Winter sechs Wochen in einem Kinderheim in Nairobi gearbeitet hat. „Ich habe mein Projekt geliebt“, meint er und das Schönste sei für ihn gewesen, sich mit den Kindern zu beschäftigen und sie zum Lachen zu bringen. Sein Wunschprojekt fand er über www.VoluNation.com.

 

Englischlehrer und Spielkamerad

Natürlich ging es ihm nicht darum, mit den Kindern nur herumzutollen. Das Kinderheim, in dem rund 30 Kinder wohnen, hat eine eigene Schule, in der er insbesondere als Englischlehrer eingesetzt wurde. Sein Arbeitstag begann morgens aber zunächst mit einer ganz anderen Tätigkeit – die Schuhe der Kinder mussten geputzt werden, darauf wurde im Kinderheim sehr viel Wert gelegt. Erst danach begann die Schule. Meist unterrichtete Gian Bhogal die 12- bis 14-Jährigen, die bereits gut Englisch sprachen. „Das Problem war das Schreiben, deshalb mussten die Schüler bei mir viele Diktate schreiben“, sagt er. Arbeitsmaterialien gab es nicht, so dass er sich die Aufgaben für den Unterricht immer ausdenken musste. Da die Schule fast ausschließlich den jungen Bewohnern des Kinderheims offensteht und nur von wenigen Kindern der Umgebung besucht wird, sind die Klassen mit sieben bis acht Schülern angenehm klein. Ab und zu, wenn mal einer der drei angestellten Lehrer fehlte, unterrichte er auch Mathe: „Das macht den Kindern wirklich Spaß, weil sie schnell Erfolge gesehen haben.“ Ihr Mittagessen haben die Kinder immer gegen 13 Uhr bekommen. Reis oder das in Afrika verbreitete Ugali – gekochtes Maismehl - mit Bohnen und Gemüse waren die von der Köchin des Kinderheims am häufigsten zubereiteten Mahlzeiten.

 

Toben, spielen, Hausaufgabenhilfe

An den Nachmittagen beschäftigte sich Gian Bhogal draußen mit den Kindern. Fangen spielen, herumtoben, „was man so mit Kindern macht.“ Gerade die älteren hatten am Nachmittag auch ihre Pflichten, so musste täglich Gras für die beiden Kühe des Kinderheims gesammelt werden. Manchmal begleitete er sie dabei. Später war dann Zeit, die Hausaufgaben zu machen, auch hier stand er als Ansprechpartner zur Verfügung, bevor sein Arbeitstag allmählich zu Ende ging. An den Wochenenden hatte er die Möglichkeit, mit anderen Freiwilligen von VoluNation mal auf eine Safari zu gehen oder ins Zentrum von Nairobi zu fahren, um Land und Leute noch besser kennen zu lernen.

Eines seiner schönsten Erlebnisse hatte er, als er eines Tages als einziger Freiwilliger noch im Kinderheim war und mit den Kindern herumgealbert hat. „Da wusste ich, dass ich angekommen bin“, meint er und freut sich schon auf ein Wiedersehen in wenigen Monaten. Beruflich will er später auf jeden Fall mit Kindern arbeiten und hat sich deshalb für das Studium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Fulda entschieden.

 

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich.