Tischtennis 06.06.2014

Das Finale – Maberzell ist heiß – Frauenholz: „Wir gewinnen 3:2“

Frankfurt/Fulda (fs) – „Wir sind Außenseiter, aber auch Außenseiter haben eine Chance“, fiebert Maberzells Präsident Stefan Frauenholz dem größten Highlight der Vereinsgeschichte entgegen: Am Pfingstsonntag (13 Uhr) bestreitet Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Maberzell in der Frankfurter Fraportarena gegen Borussia Düsseldorf das Finale um die Meisterschaft. Die gesamte Mannschaft ist heiß auf das Finale.

Patrick Franziska

„Das ist auch für mich etwas Besonderes. Noch kann ich ganz ruhig schlafen, aber ich weiß nicht, wie das von Samstag auf Sonntag wird“, sagt Cheftrainer Qing Yu Meng. Der Chinese hat das gesamte Team um Wang Xi, Patrick Franziska, Ruwen Filus und Philipp Floritz seit Anfang der Woche in Fulda versammelt, um die letzten taktischen und spielerischen Feinheiten einzustudieren. Davor waren die Nationalspieler Franziska und Filus bei der Nationalmannschaft in Düsseldorf, „jetzt geht es vor allem darum, frisch im Kopf zu sein und sich noch einmal seine Form zu holen. Wir trainieren vor allem nochmal gezielt Aufschlag und Rückschlag“, erklärt Abwehrspezialist Ruwen Filus.

Vor allem Patrick Franziska, der Anfang Mai unter anderem mit seinem zukünftigen Düsseldorfer Teamkameraden Timo Boll bei der Team-WM in Japan Silber holte, ist heiß auf die Begegnung: „Nach der WM war es etwas schwer, da habe ich eine Woche Pause gemacht. Aber jetzt fühle ich mich wieder fit, auch wenn die Anspannung zu spüren ist. Ich will mich nochmal von meiner besten Seite zeigen und für Maberzell die Punkte holen. Ich konzentriere mich nur auf das Finale und nicht auf das, was danach ist.“ Der 21-jährige Youngster ist genauso fokussiert wie der gesamte Verein: „Wir freuen uns auf Sonntag, die Mannschaft ist höchstmotiviert“, verrät Frauenholz. In der Saison konnte Maberzell den Favoriten zweimal schlagen – in Düsseldorf siegte der TTC mit 3:1, zuhause gab es ein knappes 3:2 – zog im Pokalfinale in Stuttgart aber mit 1:3 den Kürzeren. „Wir haben uns gut vorbereitet, aber eine Prognose ist schwer. Das ist ein offenes Spiel, die Chancen sind auf jeden Fall da“, gibt sich Filus optimistisch. Frauenholz gibt sich optimistisch: „Ich denke, dass wir 3:2 gewinnen.“

Abwehr-Ass Wang Xi kann es ebenfalls kaum erwarten, bis es losgeht: „Man musste lange warten bis zum Finale, aber wir haben viel trainiert. Das wird schwer, Düsseldorf hat eine starke Mannschaft. Aber es wird auch für Düsseldorf schwer, wir haben auch gute Spieler“, meint er kämpferisch. Zu Taktik und Aufstellung will sich keiner in die Karten schauen lassen, hier wird bis kurz vor Schluss gepokert. Der zukünftige Düsseldorfer Franziska weiß vor seinem letzten Spiel für Maberzell nur eines: „Ich denke, Timo Boll wird auf der Eins spielen.“ Chefcoach Meng sagt: „Wir bereiten uns vor allem taktisch und spielerisch vor. Aber wir kennen die Düsseldorfer Spieler und die Düsseldorfer kennen uns.“ Alle Spieler sind fit und bereit, auch die Nummer vier Philipp Floritz, der Maberzell nach nur einer Saison wieder verlässt: „Ich bin fit und entspannt, heiß sind wir alle. Wer am Ende spielt, wird sich am Sonntag zeigen.“

Noch sind etwa 150 Karten für das Finale über den Internetauftritt des TTBL zu haben, insgesamt etwa 3500 Fans werden in der Fraportarena mitzittern. Gänsehaut ist da garantiert. Unabhängig vom Spielausgang hat sich Maberzell für die etwa 1000 mitreisenden Fans etwas einfallen lassen: Unabhängig vom Spielausgang findet nach dem Spiel in der Hubtex-Arena eine Party mit allen Fans und einer Ehrung durch Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller statt. Frauenholz rechnet mit einer Ankunft etwa gegen 18.30 Uhr.