Auch am Samstagnachmittag saß der Schrecken noch tief. Eine Anwohnerin flüchtete mit ihrer Familie in die Mitte des Hauses, weg von Fenstern. „Nach wenigen Sekunden, wir wollten grad in den Keller Flüchten, war alles vorbei“, so eine Anwohnerin. Erst blitzte und donnerte es kurz, dann völlige, gespenstische Stille und plötzlich das Grollen und Getöse. „Es war, als würde ein ICE mitten durch unser Haus fahren“. Noch in der Nacht wurden mit vielen freiwilligen Helfern notdürftig Dächer abgedeckt, abgebrochene Bäume zersägt.
Auch die Feuerwehr aus Homberg Efze musste mit der Drehleiter anrücken. Am nächsten Tag gab es viel Arbeit für die Dachdecker, um alle Dächer wieder zu schließen. Mit vielen freiwilligen Helfern der Feuerwehr und Nachbarn, die nicht betroffen waren, konnte am Samstagnachmittag schon fast wieder die Normalität in Remsfeld hergestellt werden. Nur die vielen Haufen zerbrochener Dachziegel, zersägte Bäume und ein total verbeulter Grill der Feuerwehr sind stumme Zeugen der gewaltigen Windhose, die durch Remsfeld zog.
