Unterhaltsam und mit einer gesunden Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit führte Dr. Bernd Katzer durch den Abend. So verwies er gleich zu Beginn darauf, dass es für ihn eine Ehre sei, den Festkommers zu moderieren und das obwohl er „so ziemlich das einzige Vereinsmitglied“ sei, das nie aktiv tätig gewesen ist. „Dafür gibt es eine ganz einfach Erklärung: es hat einfach noch nicht die für mich passende Abteilung gegeben – die rhythmische Sportgymnastik“, erklärte Katzer und hatte damit die ersten Lacher des Abends ganz auf seiner Seite. Doch auch Künzells Bürgermeister Peter Meinecke sorgte – eher unfreiwillig – für großes Gelächter im voll besetzte Saal, als er zum Abschluss seiner gekonnt vorgetragenen Grußworte doch tatsächlich dem TSV Künzell anstatt dem TSV Bachrain „alles Gute“ wünschte. „Diesen Lapsus kann ich wohl nie wieder gut machen, aber ich gelobe Besserung“, versuchte er die Situation zu retten. Übel nahmen es ihm die Bachrainer aber nicht – schließlich hatte Meinecke wie auch die anderen Gastredner zum Jubiläum einen Scheck dabei, der versöhnlich stimmte. Auch die Worte von Ortvorsteher Toni Roth stimmten versöhnlich und ließen den Abend gemütlich und gut gelaunt weiter gehen. Auch Landrat Bernd Woide und MdB Michael Brand ließen es sich nicht nehmen, dem Verein zu seinem Jubiläum zu gratulieren.
Mit mehr als 500 Mitgliedern ist der TSV Bachrain nicht nur der größte Sportverein Bachrains, betonte Künzells katholischer Pfarrer Jürgen Klein mit einem Schmunzeln, sondern auch ein Verein, der sich auf eine sportlich faire Basis berufen kann. „Es ist immer wieder ein sportliches Vergnügen den Aktiven zuzuschauen“, betonte er. Ursprünglich als Turn- und Sportverein in einer Zeit entstanden, als die Turner die sportliche Vorherrschaft hatten, könne sich der Verein mittlerweile vor allem auch über seine fußballerische Leistungen definieren. Ein regelrechter Siegeszug habe sich bei der Fußballabteilung vollzogen.
Und so ließen die Fußballer gemeinsam mit allen anderen Abteilung die letzten 100 Jahre in einem kleinen Film Revue passieren. Auch die im Foyer aufgestellten Stellwände der einzelnen Abteilungen gaben ein Zeugnis über die Entwicklung des Vereins. Gemeinsam mit den Ehrungen verdienter Mitglieder bildeten die Filmsequenzen den krönenden Abschluss des Festkommerses, bevor in gemütlicher Runde noch die eine oder andere Anekdote aus 100 Jahren Vereinsgeschichte ausgetauscht wurde.
